Aktuelles

Hier finden Sie das, was Dietzenbach bewegt und interessiert. Lesen Sie wissenswerte Informationen aus dem Rathaus, spannende Geschichten von Menschen und aktuelle News aus der Kreisstadt.

In der nachfolgenden Aufstellung finden Sie die Pressemitteilungen der letzten Monate in chronologischer Reihenfolge.

Stets gut informiert

Bewusster Umgang: Medien begleiten den Kita-Alltag

Kita 2 mit einem Schwerpunkt auf digitaler Pädagogik

So vielfältig wie die Kreisstadt Dietzenbach ist, so bunt ist auch das Leben in den insgesamt zwölf städtischen Kindertagesstätten. Selbstverständlich hat jede Einrichtung stets das Wohlergehen der Kleinsten im Blick, deren Lernen, deren Entwicklung, deren Förderung, und genauso die Zusammenarbeit mit den Eltern.

In der Kita 2 „Am Wingertsberg“, einem 2021 eröffneten, modernen Neubau in der Brunnenstraße, steht die digitale Pädagogik im Fokus des Kita-Alltags. Die stellvertretende Leiterin Lilli Zeller erklärt: „Digitale Pädagogik ist ein Teil des weit umfassenden Begriffs Medien. Uns ist es wichtig, den Kindern das Kennenlernen der vielfältigen Medien zu ermöglichen und den bewussten Umgang gerade mit digitalen Medien vermitteln zu können.“

„Die frühzeitige Förderung im Umgang mit digitalen Medien ist heute ein wichtiger Bestandteil der Bildung. Schon in der Kita und im Vorschulalter legen wir die Grundlagen dafür, dass Kinder verantwortungsvoll, kreativ und sicher mit digitalen Technologien umgehen können. So stärken wir ihre Medienkompetenz und bereiten sie bestmöglich auf die Anforderungen der digitalen Welt vor“, sagt Dietzenbachs Erster Stadtrat und Sozialdezernent René Bacher.

Vorbereitung auf die (digitale) Welt

Dem engagierten Team der Kita 2 ist es aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung besonders wichtig, Kinder frühzeitig an das Thema heranzuführen und sie damit vertraut zu machen. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Kinder auf ‘die neue Welt‘ und auch auf die Schule und die dortigen Medien – wie digitale Tafeln, Lern-Apps und Co. – vorzubereiten.“ Dabei geht es nicht um den Konsum von digitalen Medien, sondern um deren bewusste Anwendung und das Verständnis. Den Kindern soll im täglichen, spielerischen Umgang aufgezeigt werden, wie, warum und wozu digitale Medien dienen und genutzt werden können. „Dies dient auch präventiv dazu, Gefahren im Umgang mit digitalen Medien zu minimieren oder damit adäquat umzugehen“, so Zeller.

In der Kita 2 werden diverse Apps genutzt wie beispielsweise nemborn, Stop-Motion, Pflanzen-App, Pic-Collage, Tiergeräusche-App, Fiete-Bastelversum, Foto-App oder Youtube-Kids. Jede Gruppe ist mit einem eigenen Tablet ausgestattet. Die Apps werden innerhalb der pädagogischen Angebote genutzt, beispielsweise zur Dokumentation der Portfolioarbeit, zur Gestaltung und Herstellung von Stop-Motion-Filmen, zur Erstellung eigener Memoryspiele, zu Bildungszwecken in Form von Film- und Bildmaterial. Zusammengefasst: Medienbildung und Erziehung werden kontinuierlich in den pädagogischen Alltag integriert. 

Begleitet lernen: Was ist real, was ist künstlich?

Die Kinder nutzen digitale Medien interaktiv sowohl miteinander also auch ko-konstruktiv mit den Erziehern, also stets in Begleitung. „Bei der pädagogischen Arbeit mit digitalen Medien achten wir stets auf die Dokumentation eines ‚Making-off‘ mit den Kindern“, erläutert Zeller. Denn: Den Kindern wird durch die Bearbeitung von eigenen Bildern Wissen um deren Hintergrund vermittelt – zum Beispiel zu künstlich erzeugten Bildern. Indem sie selbst die eigenen Bilder bearbeiten und zum Beispiel neue Hintergründe oder Zusammenhänge erstellen, verstehen sie sichtbar, was Fake-Bilder oder KI-generierte Inhalte sind. Die Kinder können Fotos und Medien besser hinterfragen und kritischer damit umgehen – das erfüllt den Bildungszweck schon im Vorschulalter.

Eltern schätzen digitale Pädagogik und Transparenz

Zur Kommunikation mit Eltern und zu Dokumentationszwecken nutzen die pädagogischen Mitarbeiter der Kita 2 die nemborn-App. Dazu gibt es von vielen Eltern positive Rückmeldungen in Bezug auf die Transparenz der pädagogischen Arbeit. Beispiele hierfür sind unter anderem die Fotodokumentation des Mittagessens oder von besonderen Tagesaktivitäten und Projekten, außerdem werden über die App Einladungen zum Elternabend und zu Elterngesprächen verschickt. Außerdem checken sich die Kinder bei Ankunft in der Kita dort selbstständig ein und so auch bei Abholung wieder selbst aus.

Digitales ergänzt menschliche Interaktion

Alles in allem schließt Digitales das Analoge beim Lernen in der Kita 2 keineswegs aus, so Zeller abschließend: „Wir verknüpfen analoge und digitale Medien miteinander. Beispiele hierfür sind der TipToi-Stift – dahinter verbirgt sich ein spielerisches Lern- und Wissenssystem – und das Arbeiten mit dem Buch ‚Lotta und Klicks‘ oder das ,QR-Code-Buch‘.“

Ganz wichtig ist und bleibt: Bei der Einführung digitaler Bildungsangebote in Kitas steht stets das ganzheitliche Wohl der Kinder im Mittelpunkt. Die Nutzung digitaler Bilder und Medien versteht sich dabei ausdrücklich als Ergänzung zu den bewährten pädagogischen Methoden – nicht als Ersatz. Menschliche Interaktion, gemeinsames Spielen im Freien, kreative Gruppenaktivitäten und das Erleben von sozialen Strukturen bleiben zentrale Bestandteile des Kita-Alltags. Digitale Werkzeuge können diesen Alltag bereichern, indem sie neue Ausdrucksformen ermöglichen, die Kreativität fördern und den Zugang zu vielfältigen Lerninhalten erweitern. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, dass die Kinder weiterhin in einem Umfeld aufwachsen, das von Nähe, Bewegung und gemeinschaftlichem Erleben geprägt ist.