Gut gerüstet für den Ernstfall
Dietzenbacher Leuchttürme für Katastrophenschutz sind beschildert
Das Thema Bevölkerungsschutz ist seit dem jüngsten, großflächigen Stromausfall in Berlin erneut im Fokus. Und auch in der eigenen Region, in der eigenen Stadt müssen die Menschen wissen, was im Notfall zu tun ist und wo sie sich informieren können. Es geht beispielsweise um einen längeren Stromausfall oder um Informationen, wenn Telefon-, Internet- und Mobilfunknetze nicht mehr funktionieren.
Feuerwehrhäuser vor Ort dienen dann in der Regel als sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme. Sie sind Anlaufstelle für die Bevölkerung bei einem großflächigen und langanhaltenden Stromausfall.
In der Kreisstadt Dietzenbach sind nun darüber hinaus weitere Anlaufstellen beschildert worden. Auf großen Tafeln direkt an den Gebäuden ist auf einen Blick zu erkennen, welche Hilfsangebote der jeweilige Leuchtturm bietet. Neben der Information können dies beispielsweise auch Erste Hilfe, Trinkwasser, Strom zum Laden von Kleinstgeräten und Wärme sein.
„Ein großflächiger Stromausfall trifft eine Stadt oft unerwartet – aber er darf uns nicht unvorbereitet treffen. Unsere Katastrophenschutz‑Leuchttürme zeigen der Bevölkerung klar und sichtbar, wo sie im Ernstfall Hilfe, Informationen und Unterstützung erhalten“, so Bürgermeister Dr. Dieter Lang. Matthias Marx, Abteilungsleiter Brand-, Katastrophen- & Zivilschutz, ergänzt: „Katastrophenschutz lebt davon, dass Menschen auch in Ausnahmesituationen verlässliche Anlaufpunkte haben. Unsere Leuchttürme geben Sicherheit, Orientierung und konkrete Hilfe, wenn zentrale Infrastrukturen ausfallen. Wer weiß, wohin er sich wenden kann, bleibt auch in Krisen handlungsfähig – und niemand bleibt im Ernstfall allein.“
Zum aktuellen Stand gibt es in Dietzenbach drei Leuchttürme in den Stadtteilen: die Philipp-Fenn-Halle in der Rodgaustraße 1 nahe der Altstadt, die Räume der Kita 5 „Pusteblume“ in der Limesstraße 2A in Steinberg und die der Kita 4&13 in der Gießener Straße 39 am Hexenberg.
Einen Überblick über die Katastrophenschutz-Leuchttürme im Kreis Offenbach gibt es unter www.kreis-offenbach.de/Leuchttürme.
Tipps zur Vorbereitung auf einen Stromausfall*
(*Quelle: Kreis Offenbach, Meldung vom 07.01.2026)
- Wer einen Kamin oder Ofen hat, sollte einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz angelegt haben. Auch mit warmer Kleidung und Decken lässt sich die Heizung eine Zeit lang ersetzen.
- Kleinere Mahlzeiten können auch auf einem Campingkocher zubereitet werden. Wer einen Garten oder einen Balkon hat, kann einen Garten- oder Tischgrill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird, nutzen. Jedoch bitte nicht in der Wohnung oder im Haus grillen.
- Beim Lebensmittelvorrat auch an haltbare Lebensmittel denken, die kalt verzehrt werden können.
- Akkus für Laptops, Mobiltelefone und Telefone sollten immer geladen sein oder Ersatzakkus bereitliegen. Auch solarbetriebene Batterieladegeräte oder eine Powerbank können bei Stromausfall eine Hilfe sein.
- Wichtig ist ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio, damit bei einem langanhaltenden Stromausfall Informationen verfolgt werden können.
Umfangreiche Tipps gibt es auch beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de.