Aktuelles

Hier finden Sie das, was Dietzenbach bewegt und interessiert. Lesen Sie wissenswerte Informationen aus dem Rathaus, spannende Geschichten von Menschen und aktuelle News aus der Kreisstadt.

In der nachfolgenden Aufstellung finden Sie die Pressemitteilungen der letzten Monate in chronologischer Reihenfolge.

Stets gut informiert

»Gewalt gegen Frauen geht uns alle an!«

Flagge zeigen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November

„Gewalt gegen Frauen betrifft nicht nur Frauen – sie geht uns alle an. Es ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft, sich für den Schutz von Frauen vor Gewalt einzusetzen“, erklärt Bettina Kuse, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Kreisstadt Dietzenbach.

Um das wichtige Thema anlässlich des „Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen“ – initiiert als Kampagne der Vereinten Nationen und des Vereins UN Women Deutschland auch unter dem Titel „Orange Day“ – ein weiteres Mal präsent zu machen, sowie um die Politik und Stadtgesellschaft zum Handeln aufzurufen, wird zum 25. November 2025 wieder die UN-Fahne „Stopp Gewalt gegen Frauen“ vor dem Rathaus auf dem Europaplatz gehisst.

„Es ist nach wie vor alarmierend: Noch immer erleben Frauen und Mädchen täglich in der Öffentlichkeit, auf der Straße, am Arbeitsplatz oder auch in der digitalen Welt Gewalt“, berichtet Kuse. Der Verein UN Women Deutschland berichtet und verweist unter anderem auf Zahlen aus dem Bundeslagebild zu Häuslicher Gewalt vom Bundeskriminalamt (BKA): In Deutschland…

  • findet fast jeden Tag ein Femizid statt.
  • tötet alle zwei Tage ein Mann seine (Ex-)Partnerin.
  • erleben 63 Prozent der politisch engagierten Frauen digitale Gewalt.
  • empfinden 90 Prozent der jungen Frauen starke bis extreme Angst, wenn sie nachts unbekannten Männern begegnen.

Gewalt beginnt aber nicht erst mit Schlägen. Auch Bedrohungen, Beschimpfungen, Belästigungen und Kontrolle durch den Partner oder die Partnerin sind Formen von Gewalt. Sie kann Menschen aller sozialen Schichten und jeden Alters treffen: Zuhause, in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder online. Betroffen von sogenannter Partnerschaftsgewalt sind vor allem Frauen (ca. 80 Prozent lt. Statista 2025), aber auch Männer (ca. 20 Prozent lt. Statista 2025). Rund 35 Prozent aller Frauen in Deutschland erfahren mindestens einmal in ihrem Leben physische oder sexuelle Gewalt.

Dietzenbachs Bürgermeister Dr. Dieter Lang appelliert an die betroffenen Mädchen und Frauen: „Niemand sollte sich schämen, Opfer von Gewalt geworden zu sein. Die Schuld liegt nie beim Opfer, sondern immer beim Täter." Kuse rät: „Wenn Sie im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis den Verdacht haben, dass eine Frau von Gewalt betroffen ist, schauen Sie bitte nicht weg. Suchen Sie Ihre örtliche Beratungsstelle auf und erfragen Sie Unterstützungsmöglichkeiten, und rufen Sie in einem akuten Fall die Polizei.“

Hilfe für Betroffene und Angehörige

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder erleben. Unter der Nummer 116 016 und via Online-Beratung (www.hilfetelefon.de) unterstützt es Betroffene rund um die Uhr und in vielen Sprachen.

Zudem ist die Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen Kreis Offenbach e.V.“ unter der Telefonnummer 06106 3111 sowie über die Internetseite www.frauenhelfenfrauen-kreisof.de erreichbar.

Kinder und Jugendliche können sich an das Kinder- und Jugendtelefon wenden per Chat an www.nummergegenkummer.de, sowie telefonisch: 116 111.

Für Männer gibt es das Hilfetelefon Gewalt gegen Männer: 0800 123 99 00.

Informationen zur Aktion der UN Women Deutschland unter https://unwomen.de/orange-the-world/.