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In der nachfolgenden Aufstellung finden Sie die Pressemitteilungen der letzten Monate in chronologischer Reihenfolge.

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„Scherz, Satire, Ironie, Deutschland und seine tiefere Bedeutung“

Frankfurter Theatergruppe am 11. März 2026 im Capitol Dietzenbach

Am 11. März 2026 um 19:30 Uhr ist die Frankfurter Theatergruppe „paradiesmedial“ mit der Inszenierung „Scherz, Satire, Ironie, Deutschland und seine tiefere Bedeutung“ im Capitol Dietzenbach zu Gast. Das Publikum erwartet eine ebenso pointierte wie musikalische Radikalkomödie, die Klassikerstoff und Gegenwartsbezug auf ungewöhnliche Weise miteinander verbindet.

Die Aufführung versteht sich als Einladung zur kritischen Auseinandersetzung ebenso wie als unterhaltsamer Theaterabend. Humor, Satire und Ironie werden genutzt, um komplexe Themen zugänglich zu machen und Denkanstöße zu geben, ohne dabei den spielerischen Charakter der Komödie zu verlieren.

Tickets à 25 Euro (ermäßigt 23 Euro) sind ab sofort dienstags von 9:00 bis 12:00 Uhr und donnerstags von 15:00 bis 18:00 Uhr an der Ticketkasse im Capitol Dietzenbach und online unter www.tickets-dietzenbach.de erhältlich.

Eine musikalische Radikalkomödie frei nach Christian D. Grabbe

Die Produktion basiert frei auf dem gleichnamigen Werk von Christian Dietrich Grabbe, der bereits im Jahr 1822 mit seiner Komödie den damaligen Literaturbetrieb provozierte und Konventionen bewusst infrage stellte. Im Zentrum der Handlung steht der Teufel, der auf die Erde kommt, dort jedoch keinen Platz im bestehenden System findet. Missverstanden und ausgegrenzt, wird er schließlich zum vermeintlichen Verursacher allen zukünftigen Übels – eine satirische Zuspitzung, die Mechanismen von Schuldzuweisung und gesellschaftlicher Ordnung offenlegt.

Knapp 200 Jahre nach der Entstehung des Originals greift „paradiesmedial“ die fragmentarische, wilde Szenenfolge auf und überträgt sie in die Gegenwart. Mit Live-Musik, spielerischem Umgang mit Formen und einer bewussten Aktualisierung des Textes entsteht eine Inszenierung, die historische Vorlage und heutige Realität ineinander verschränkt. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf gesellschaftliche Abgründe, sondern auch auf politische Strukturen und Machtmechanismen der Gegenwart. Wenn sich beim Zuschauen der Eindruck einstellt, man befinde sich nicht nur im Theater, sondern zeitweise auch im deutschen Bundestag, ist dies ausdrücklich Teil des künstlerischen Konzepts.

Die Theatergruppe „paradiesmedial“ wird im Rahmen der Aufführung dieses Stückes vom Kulturfonds Frankfurt gefördert.