JUGENDi: Konstruktiver Austausch zur Kommunalwahl
Jugendbeirat lädt zum Dialog und diskutiert mit Kommunalpolitikern
Zu einer besonderen Diskussionsrunde im Vorfeld der Kommunalwahl hatte der Jugendbeirat am 28. Februar 2026 eingeladen. Statt einer klassischen Podiumsdiskussion setzte das Gremium bewusst auf ein dialogisches Format im Stuhlkreis. Ziel war es, ein Gespräch auf Augenhöhe zu ermöglichen, jenseits von Parteiprogrammen.
Moderierter Austausch zwischen Jugend und Politik in Dietzenbach
Alle zur Wahl stehenden Parteien waren mit mindestens einer Vertreterin oder einem Vertreter im Dietzenbacher Rathaus anwesend. Mehr als 20 Jugendliche aus der Kreisstadt und dem Jugendbeirat nahmen an der Runde teil. Die Moderation übernahmen eigens ausgebildete Jugendliche, die durch die einzelnen Gesprächsphasen führten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stand zunächst die Leitfrage im Raum: „Was bedeutet Miteinander – und wo funktioniert es in Dietzenbach bereits gut?“
Mehrfach wurde der Jugendbeirat selbst als positives Beispiel genannt – als offener, integrativer Ort, an dem Vielfalt selbstverständlich gelebt werde. Auch im Hinblick auf Migration und das Zusammenleben verschiedener Generationen wurde eine insgesamt positive Entwicklung hervorgehoben.
Die Fragestellung der Moderatorinnen – „Wo begegnen euch Jugendliche im Alltag?“ – führte zu einem offenen Austausch über gegenseitige Wahrnehmung, Respekt und Vertrauen zwischen den Generationen.
Themenvielfalt in der Stadt
Im Rahmen der Veranstaltung kamen unterschiedliche Themenkomplexe zur Sprache, welche die Jugendlichen in Dietzenbach beschäftigten und zu denen sie sich einen politischen Austausch wünschten. So sprachen sie mit den Parteivertretern unter anderem zu Treffpunkten und Orten für Jugendliche, die sie aktiv mitgestalten können. Weiterhin gab es etwa Austausch zum Thema Müll im öffentlichen Raum, und auch Infrastruktur und Verkehr flossen mit einer Diskussion über die S-Bahn-Anbindung und deren Zuverlässigkeit in die Runde ein.
In der abschließenden Runde wurde das Format von vielen Teilnehmenden – Jugendlichen und politischen Ansprechpartnern – ausdrücklich gelobt. Der direkte Austausch in kleiner Runde habe eine andere Qualität als klassische Podiumsdiskussionen. Der Wunsch nach weiteren Begegnungen zwischen Jugend und Politik wurde mehrfach geäußert.
Veranstaltung im Rahmen des Projekts JUGENDi
Der Austausch zwischen Jugendlichen und politischen Vertretern fand im Rahmen des Erasmus+ Partizipationsprojekts „JUGENDi – Jugendgerechtes Dietzenbach“ statt, das bis Mai 2027 von der Europäischen Union gefördert wird. Es soll für junge Menschen Räume schaffen, in denen ihre Stimme gehört und ernst genommen wird – unabhängig von Herkunft, Bildung oder sozialem Status. Dabei wird politische Bildung mit kreativen Beteiligungsformaten wie Sportevents, Podcasts oder Planspielen kombiniert. Ziel ist es, politische Prozesse erlebbar zu machen – verständlich und lebensnah.
Weitere Informationen unter www.dietzenbach.de/jugendi.