Ein Garten voller Geschichten an der SG-Kreuzung
Städtische Betriebe gestalten Hügel mit besonderer Installation
Wer in diesen Tagen an der sogenannten „SG-Kreuzung“ vorbeikommt, also am Knoten der K174 und der L3001 im südlichen Dietzenbach, dem fällt sofort die neue Gestaltung ins Auge: Auf dem Hügel thront in diesem Jahr ein auffälliges Element – ein großer Stuhl im barocken Stil, eingebettet in eine farbenfrohe Frühlingsbepflanzung.
Traditionell übernimmt die Abteilung Friedhof der Städtischen Betriebe die Gestaltung des Hügels. Jahr für Jahr entwickelt das Team neue Ideen, die nicht nur optisch ansprechend sind, sondern auch zum Nachdenken anregen. Auch 2026 ist das gelungen.
Ein Stuhl mit vielen Bedeutungen
„Der Stuhl kann vieles sein“, erklärt Abteilungsleiter Lutz Berger. „Ein Symbol für Macht oder Größe, ein Platz zum Innehalten – oder einfach ein besonderer Ort, von dem aus man die Umgebung neu wahrnimmt.“ Über eine treppenartige Gestaltung gelangen Besucherinnen und Besucher bis hinauf zum großen Stuhl. Dort eröffnet sich eine neue Perspektive – und ein beliebtes Fotomotiv.
Zwei Perspektiven – zwei Welten
Ergänzt wird die Gestaltung künftig durch ein deutlich kleineres Pendant: ein zweiter Stuhl, eingebettet in eine eher naturnahe Gestaltung. Dieser Bereich wird bewusst anders angelegt – fast wie ein kleiner Landschaftsgarten. „Hier geht es um das Bodenständige, um das Alltägliche – auch mit Pflanzen, die man essen kann“, so Berger.
Rund um die Installation sorgen zahlreiche Frühlingsblumen für ein lebendiges Gesamtbild. Verwendet wurden unter anderem Primeln, Vergissmeinnicht, Narzissen, Stiefmütterchen, Hornveilchen und Bellis. Je nach Blickwinkel und Fantasie lassen sich dabei immer wieder neue Details entdecken. Für die Pflege in den Sommermonaten setzt das Team erneut auf eine Tröpfchenbewässerung. Diese ermöglicht eine gezielte und sparsame Versorgung der Pflanzen und trägt dazu bei, auch in diesem Jahr Wasserressourcen zu schonen.
Teamarbeit als Grundlage
Entstanden ist die diesjährige Gestaltung in enger Zusammenarbeit mehrerer Bereiche der Städtischen Betriebe. „Das war eine tolle Teamleistung“, betont Berger. „Mein besonderer Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen, insbesondere Saskia Schwarz und Oliver Zelt.“
Einladung zum Entdecken
Die Gestaltung auf dem Hügel an der SG-Kreuzung versteht sich nicht nur als Blickfang, sondern auch als Einladung an die Bürgerinnen und Bürger. „Es ist ein Garten, der Spaß machen und Geschichten erzählen soll“, sagt Berger. „Wer genauer hinschaut, entdeckt vielleicht noch ganz eigene Bedeutungen.“