Stadtbäume im Fokus
Städtische Betriebe zeigen, wie Stadtbäume zur Klimaanpassung beitragen
Am vergangenen Samstag, 25. April 2026, wurde deutschlandweit der „Tag des Baumes“ begangen – ein Anlass, der auch in Dietzenbach die Aufmerksamkeit auf das Stadtgrün lenkt. Denn die Bedeutung von Bäumen geht weit über ihr Erscheinungsbild hinaus: Sie kühlen die Stadt, spenden Schatten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Mehr als nur Grün: Rund 6.200 Bäume in der Stadt
Rund 6.200 Bäume umfasst das aktuelle Baumkataster der Stadt. Parallel dazu erarbeiten die Städtischen Betriebe derzeit gemeinsam mit der Stabsstelle Klimaschutz der Stadtverwaltung ein umfassendes Grünflächenkonzept. Ziel ist es, die Stadt gezielt an die Folgen des Klimawandels anzupassen. „In Verbindung mit unseren Klimakarten wollen wir gezielt dort neue Bäume pflanzen, wo sie für Abkühlung sorgen und die Aufheizung reduzieren“, erklärt Stefan Rogge, Bereichsleiter der Grünflächenbewirtschaftung bei den Städtischen Betrieben Dietzenbach. „Gleichzeitig achten wir darauf, klimaangepasste Baumarten auszuwählen, damit sie langfristig bestehen können.“
Natürliche Klimaanlage für die Stadt
Gerade in Zeiten zunehmender Hitze gewinnen Stadtbäume an Bedeutung. Sie sorgen für Verschattung und verbessern das Mikroklima – ein Effekt, der im Alltag deutlich spürbar ist.
Ein Beispiel ist das Waldschwimmbad: „Dort haben wir in den vergangenen zwei Jahren zehn neue Schattenspender auf der Liegewiese gepflanzt“, so Rogge. „Als Schatten- und Sauerstoffspender bringen Stadtbäume eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich.“
Auch Spielplätze, Plätze und Kitas stehen im Fokus. Ziel ist es, diese Aufenthaltsorte für Bürgerinnen und Bürger spürbar angenehmer zu gestalten.
Neue Anforderungen an Stadtbäume
Die Arbeit mit Stadtbäumen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Trockenheit, Hitze und neue Umweltbedingungen stellen höhere Anforderungen an Planung und Pflege. „Wir greifen heute auf ein viel größeres Wissen zurück, was Bäume vertragen müssen – etwa Hitze, Streusalz oder unterschiedliche Bodenverhältnisse“, erklärt Rogge. Auch die Pflanzbedingungen wurden angepasst: „Früher reichten kleine Baumscheiben, heute brauchen Bäume – je nach Art – deutlich mehr Raum, damit sie gesund wachsen können.“
Trotz aller Bemühungen müssen jährlich rund 80 Bäume gefällt werden – etwa aufgrund von Krankheiten, mangelnder Standsicherheit oder Schäden durch Trockenheit. Dem gegenüber stehen etwa 50 Neupflanzungen pro Jahr, die anschließend über mehrere Jahre intensiv gepflegt und bewässert werden.
Gezielt Lücken schließen und Zukunft gestalten
Die Stadt setzt darauf, entstandene Lücken sinnvoll zu schließen und gleichzeitig das Stadtbild nachhaltig weiterzuentwickeln. Dabei spielen auch Biodiversität und Widerstandsfähigkeit eine wichtige Rolle. „Jeder zusätzlich gepflanzte Baum hilft, dem Klimawandel entgegenzuwirken“, betont Rogge. „Deshalb wählen wir Baumarten aus, die sowohl robust als auch ökologisch wertvoll sind.“
Für Guido Schick, Betriebsleiter der Städtischen Betriebe, ist klar: „Stadtbäume sind ein zentraler Baustein für die Lebensqualität in Dietzenbach. Sie verbinden Klimaschutz mit einem direkten Mehrwert für die Menschen vor Ort.“
Auch Dietzenbachs Bürgermeister Dr. Dieter Lang liegt das Grün in der Stadt am Herzen: „Der Tag des Baumes macht deutlich: Stadtbäume sind keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Pflege, Planung und gemeinschaftlichen Engagements. In Dietzenbach wird daran gearbeitet – Baum für Baum.“
Bürger können aktiv mithelfen
Auch die Bürgerinnen und Bürger können sich aktiv einbringen – etwa durch Pflanzpatenschaften. Über die Internetseite der Stadt können Interessierte eine Baumscheibe gestalten oder junge Bäume zusätzlich bewässern: www.dietzenbach.de/Pflanzpatenschaft
„Gerade in den ersten Jahren sind die Bäume auf Unterstützung angewiesen“, erklärt Rogge. „Mit einer Patenschaft können Bürger ganz konkret dazu beitragen, das Stadtgrün zu stärken.“ Als kleines Dankeschön stellt die Stadt einen Gutschein für Dietzenbacher Einrichtungen zur Verfügung.