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Pressemitteilungen






Arbeitsgemeinschaft der Religionen gegründet

Friedenswanderung zum Sternenzelt am Pfingstsamstag

Grundsätze der Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach
Arbeitsgemeinsschaft der Religionen in Dietzenbach
Die Unterzeichner der ARD-Grundsätze

"Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach erstreben den gleichberechtigten, friedlichen, vorurteilsfreien, verträglichen, respektvollen, aber auch kritischen Meinungsaustausch, die vertrauensvolle Begegnung und Zusammenarbeit im Alltag, und das bessere Kennenlernen und Verständnis des Andersgläubigen." So heißt es in der Präambel der Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach (ARD).

Quasi alle in Dietzenbach vorhandenen Religionsgemeinschaften haben Ende letzten Jahres gemeinsame Grundsätze der Zusammenarbeit ratifiziert, sich zu dieser Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und kommen nun regelmäßig zu Treffen zusammen.

Am Samstag, 11. Juni fand ein ganz besonderes Ereignis statt: Die Friedenswanderung der Religionen zum Sternenzelt im Hessentagspark. Alle Religionsgemeinschaften trafen sich jeweils an ihren eigenen Gotteshäusern, um von dort, quasi aus allen Himmelsrichtungen (die marokkanische Moschee im Westen, neu-apostolische Kirche im Osten, Jesus-Gemeinde im Süden und Martin-Luther-Gemeinde im Norden) zum Sternenzelt zu wandern. Dort wartete ab 16 Uhr ein buntes Programm auf alle Besucher. Neben Köstlichkeiten aus aller Herren Länder gab es Musik vom Ensemble Saitensprung.

In einem feierlichen Akt wurde dann gegen 17.15 Uhr die Gründungsurkunde von den acht Religionsgemeinschaften unterschrieben. Die Veranstaltung endete dann um 17.30 Uhr mit einem Friedensgebet, in dem die verschiedenen Gemeinden nach ihren jeweiligen Traditionen um Frieden gebetet haben. Alle Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, den Weg zum Sternenzelt und vielleicht damit auch den Weg zu einem friedlichen Zusammenleben zu finden.

Aus den "Grundsätzen":

ARD-Grundsätze
Grundsätze ARD Seite 1-14.Juni 2011
ARD

Die Mitglieder verpflichten sich zur/zum

  • Anerkennung der Gedanken- , Gewissens- und Religionsfreiheit in der alleinigen Fassung des Art.18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen: Jeder Mensch hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfasst die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen in der Öffentlichkeit oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehung eines Ritus zu bekunden.
  • Achtung des Grundgesetzes und der darin garantierten positiven wie negativen Religionsfreiheit;
  • Verbot jeder Form von Diskriminierung aufgrund der Religion, des Geschlechts, der Hautfarbe, der Kultur, der Herkunft und des sozialen Status;
  • Abwägung der Religionsfreiheit mit konkurrierenden Grundrechten in säkularem Staats- und Rechtsverständnis;
  • Recht auf freie Meinungsäußerung, die die Integrität des Andersgläubigen achtet;
  • respektvollen Kooperation, die die jeweilige Eigenständigkeit und das Existenzrecht der Religionsgemeinschaften und Gemeinden akzeptiert;
  • Bereitschaft, Gemeinsamkeiten zu suchen und Unterschiede zu achten;
  • Verzicht auf Missionierung im Sinne des Drängens zum Religionswechsel ("Kein Zwang im Glauben", Koran 2:256);
  • Verzicht auf jegliche Formen des religiösen Fanatismus und der Intoleranz;
  • Gewaltfreiheit im Umgang mit Konflikten;
  • Respekt auch vor Atheisten, Agnostikern, Apostaten und Nonkonformisten.

Aufgaben: Die Arbeitsgemeinschaft soll zu einem offenen, vorbehaltlosen Verstehen der Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeiten, zum Verständnis der Unterschiede zwischen religiösen und kulturellen Bräuchen beitragen, gemeinsame Aktivitäten entwickeln und den öffentlichen Diskurs über religionsbezogene Themen versachlichen. Dazu gehören z.B. gemeinsame Teilnahme an religiösen Handlungen, gemeinsames Friedensgebet, Veranstaltungen zu religionsübergreifenden Pflichten/Bräuchen (Fasten, Beten, Spenden/Kollekte/Almosen, Pilgern, karitatives Wirken, Teilnahme an den Festen zu den höchsten Feiertagen der anderen Religionen), der Kontakt zu Schulen, Teilnahme an schulischen Projekten, gemeinsame Reisen, gemeinsame Literaturveranstaltungen, gemeinsame Veranstaltungen und Unternehmungen für Jugendliche und Frauen etc.

Die Arbeitsgemeinschaft soll in der Stadt auch zu Konflikten mit religiösem Hintergrund Stellung nehmen, z.B. zu Moscheebauvorhaben, zu Fragen der Bildung und Erziehung.

Zur Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach gehören:

Die Unterzeichner
Grundsätze ARD Seite 2-14.Juni 2011
ARD


- Katholische Pfarrei Sankt Martin Dietzenbach
- Evangelische Christus-Gemeinde Dietzenbach
- Evangelische Martin-Luther-Gemeinde Dietzenbach-Steinberg
- Neuapostolische Kirche Dietzenbach
- Jesus-Gemeinde Dietzenbach e.V.
- Dietzenbacher Moschee e.V. Fatih Camii (DITIB)
- Marokkanisch-Islamischer Freundschaftskreis e.V. Tawhid-Moschee Dietzenbach
- Ahmadiyya Muslim Jamaat Dietzenbach.

Weitere Infos finden Sie  hier

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