Hilfsnavigation

Volltextsuche


Ihr Kontakt zu uns
Stadtverwaltung

Kreisstadt Dietzenbach
Europaplatz 1
63128 Dietzenbach

Tel.: 06074 373-0
Fax.: 06074 373 206

Kontaktformular
Visitenkarte
Stadtplan

Wir sind für Sie nach Terminvereinbarung erreichbar oder zu den
Sprechzeiten

Hausverwaltungsgesellschaft Rosenpark

"Städtische Hausverwaltungsgesellschaft Rosenpark mbH“ gegründet

Rosenpark
Rosenpark
Rosenpark

Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer letzten Sitzung mit großer Mehrheit der Gründung einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Dietzenbach GmbH zugestimmt. An dieser Tochtergesellschaft hält die Stadtwerke Dietzenbach GmbH einen Gesellschaftsanteil von 70 Prozent. Diese Gesellschaft hat die Bezeichnung „Städtische Hausverwaltungsgesellschaft Rosenpark mbH“.

Mit 30 der Geschäftsanteile wird die bundesweit agierende Firma VEGIS Immobilien Verwaltungs- u. Vertriebsgesellschaft mbH mit Hauptsitz in Neu-Isenburg als fachkompetenter Partner mit in die Gesellschaft genommen worden. Die „Städtische Hausverwaltungsgesellschaft Rosenpark mbH“ wird sich im November bei der Versammlung der Erbbauberechtigten als neuer WEG-Verwalter zur Wahl stellen, um die Verwaltung des Rosenparks zu übernehmen. Die Kreisstadt Dietzenbach als Alleingesellschafterin der Stadtwerke Dietzenbach GmbH ist auch gleichzeitig einer der größten Erbbauberechtigten in den fünf Hochhäusern des Spessartviertels. Die Kreisstadt Dietzenbach bzw. deren Wohnungsgesellschaft Dietzenbach mbH besitzt 90 Wohneinheiten.

Seit Jahren engagiert bei der Verbesserung der Wohnsituation

Rosenpark
250px-Spessartviertel
Rosenpark

Seit Jahren arbeitet die Kreisstadt Dietzenbach engagiert an einer Verbesserung der Lebensumstände in der Großwohnanlage „Östliches Spessartviertel“. Die 1.019 Wohnungen der Wohnanlage befinden sich überwiegend im Eigentum von individuellen Eigentümern aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Nur wenige Eigentümer verfügen über größere Wohnungseinheiten. Aufgrund der sich weiter abzeichnenden räumlichen und sozialen Segregation hat sich die Kreisstadt Dietzenbach in den letzten Jahren durch verschiedene Engagements und Projekte in die Wohnanlage eingebunden.

Dies konnte verstärkt erreicht werden im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ in den Jahren 1999-2006. Hier konnte insbesondere durch Sanierungsmaßnahmen eine Verbesserung der Wohn- und Lebensumstände erreicht werden. Ergänzt wurden diese Maßnahmen durch sozialpädagogische Projekte.
Die Umgestaltung der Außenanlage, für die sich die Kreisstadt Dietzenbach von der Erbbauberechtigtengemeinschaft das Außengelände per Vertrag bis Ende 2013 übertragen ließ, diente vor allem der Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen.

Des Weiteren hat sich die Kreisstadt seit Anfang 2004 zur Verbesserung der sozialen, kulturellen, bildungs- und freizeitbezogenen Infrastruktur sehr engagiert (Internationale Frauengruppen, Streetworker, Boxprojekt, Ausbildung von Integrationslotsinnen, Bildungshaus, u.a.). In den Jahren 1999-2011 haben Bund und Land das Programm „Soziale Stadt“ mit rund 2,2 Mio. € bezuschusst. Auch die Kreisstadt Dietzenbach hat rund 1,3 Mio. € eingebracht. Hinzu kommen die Zuschüsse für das Bildungshaus. Bei den baulichen Maßnahmen in der Wohnanlage mussten die Eigentümer 70% an Eigenmittel erbringen, somit also auch die Wohnungsgesellschaft Dietzenbach mbH.
Aufgrund dieses Engagements des Bundes, des Landes und nicht zuletzt der Kreisstadt Dietzenbach sowie der Erbbauberechtigten konnten signifikante Ver-besserungen der Lebensumstände der Bewohner und der Bausubstanz der Anlagen erreicht werden.

Die Verantwortung und Ziele der Kreisstadt Dietzenbach liegen deshalb in einer langfristigen Stabilisierung der Wohnsituation, im Werterhalt und in der Wertsteigerung des Eigentums durch ordnungsgemäße Sanierungsmaßnahmen, in der Sicherung der Maßnahmen im umfänglichen Bereich „Soziale Stadt“ und in der Motivation der Bewohner zur Teilhabe an sozialen und integrierenden Projekten der Kreisstadt.

Entwicklung verlässlich und solide weiterführen

Hausverwaltung Rosenpark
v.l.: Walter Fontaine (Fachbereichsleiter Soziale Dienste) Lutz Dammaschk (Geschäftsführer Vegis),Bürgermeister Jürgen Rogg; Werner Merkel (Geschftsführender gesellschafter Vegis), Christian Locke und Michael Würz (beide Geschäftsführer der Eigenbetriebe Dietzenbach
vor dem Rosenpark

In den letzten 10 Jahren wurde die gesamte Wohnanlage von insgesamt fünf verschiedenen Hausverwaltungen betreut. Aufgrund der ständigen Wechsel der Hausverwaltungen sowie die unterschiedlichen Interessen der Hausverwaltungen und Erbbauberechtigten sowie der Erbbauberechtigten untereinander gestaltete sich die Zusammenarbeit aller Parteien in der Regel als schwierig; es kam zu Unregelmäßigkeiten und Verstößen gegen Gesetz und Beschlüsse.

So konnten u.a. einige Sanierungen im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ nicht ausgeführt werden. Auch die Zusammenarbeit mit der Kreisstadt wurde teilweise abgelehnt.

Die Ziele der Kreisstadt Dietzenbach, die überwiegend ein öffentliches Interesse darstellen, sind nur zu erreichen mit einer Hausverwaltung, deren unternehmerische Ziele nicht kurzfristig, sondern nachhaltig und nicht allein durch rein kommerzielles Interesse geprägt sind. Deshalb spricht sich die Kreisstadt Dietzenbach dafür aus, in Verbindung mit einem privaten Hausverwaltungsunternehmen die Hausverwaltung für das östliche Spessartviertel zu übernehmen.

Die Stadt ist in der Verantwortung

Bürgermeister Jürgen Rogg
DSC_7823
Bürgermeister Jürgen Rogg

Die Übernahme von Hausverwaltungstätigkeiten in der Wohnanlage des östlichen Spessartviertels Dietzenbach ist tatsächlich und eindeutig als wirtschaftliche Betätigung im Sinne des § 121 HGO zu sehen. Die gesetzliche Voraussetzungen wurden im Vorfeld abgeklärt und verschiedenen Gutachten eingeholt.

So wurde eine Stellungnahme des Steuerberatungsbüros Schüllermann & Partner eingeholt, nach der es eindeutig und in keiner Weise strittig ist, dass der öffentliche Zweck die in Aussicht genommene Betätigung gerechtfertigt ist. Weiterhin ist es unzweifelhaft nach Schüllermann, dass in der vorgesehenen Organisationsform diese Betätigung nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Gemeinde und zum voraussichtlichen Bedarf steht. Hierbei handelt es sich um eine Einschätzung der jeweiligen Gebietskör-perschaft, die nicht durch eine Einzelperson oder einen Dritten ersetzt werden kann.

Des Weiteren muss als dritte Tatbestandsvoraussetzung für eine wirtschaftliche Betätigung dargelegt werden, dass der ins Auge gefasste Zweck nicht ebenso gut und wirtschaftlich durch einen privaten Dritten erfüllt werden kann. Es steht wohl außer Frage, dass der von der Kommune bestimmte, eigentliche Zweck derzeit und in der Vergangenheit tatsächlich nicht gut und wirtschaftlich durch einen privaten Dritten erfüllt wurde und wird.

Über die wirtschaftliche Betätigung der Kommune entscheidet letztendlich die vor Ort sitzende Erbbauberechtigtengemeinschaft, die mit einer Bestimmung der kommunalen Hausverwaltungsgesellschaft deutlich machen würde, dass ein Vertrauen in den allgemeinen Markt der Hausverwaltung vor Ort wohl nicht besteht.

„Als Stadt haben wir eine eindeutige Verantwortung für den Rosenpark“ so Bürgermeister Jürgen Rogg. „Dieser Stadtteil gehört zu Dietzenbach und es gilt die vielen guten Bemühungen und Initiativen, die in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden kontinuierlich und verlässlich fortzuführen. Das ist nur gewährleistet, wenn alle Beteiligten kooperieren und mit der gleichen Zielvorstellung arbeiten.“

Seitenanfang Seite drucken