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Pressemitteilungen






Menschenrechte ­- selbstverständlich?!

Kreisstadt begeht den 72. Internationalen Tag der Menschenrechte und erinnert an deren Bedeutsamkeit

Tag der Menschenrechte
Tag der Menschenrechte
Dietzenbach zeigt Flagge

„Jeder Mensch hat Rechte, allein weil er Mensch ist." Diesen Leitsatz hat sich die Kreisstadt Dietzenbach in diesen Tagen ganz groß auf die Fahnen geschrieben. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Am Donnerstag, dem 10. Dezember, um 14 Uhr wurden am Rathaus entsprechend die Fahnen gehisst zum Internationalen Tag der Menschenrechte.

An diesem Tag vor nunmehr 72 Jahren verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Ein Katalog von Grundrechten war entstanden, der gleichermaßen für alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, politischer Überzeugung oder Religion – gelten sollte. 

Durch die Corona-Pandemie sind viele bedeutende Themen derzeit in den Hintergrund geraten. Zudem ist eine Spaltung der Gesellschaft zu erkennen, die auch Auswirkungen auf die Anwendung der Menschenrechte hat. Daher ist es der Kreisstadt in diesem Jahr ein besonderes Anliegen die weltweit geltenden Menschenrechte in den Fokus zu rücken.

Es gilt, die Menschrechte zu wahren und immer wieder aufs Neue zu verteidigen.“

Tag der Menschenrechte
von links: Stadtverordnetenvorsteherin Christel Germer, Bürgermeister Jürgen Rogg und Erster Stadtrat Dr. Dieter Lang
Tag der Menschenrechte

An Aktualität und Wichtigkeit haben die 30 Menschenrechte in all den Jahren nichts eingebüßt. „Hierzulande sind den meisten von uns zwar viele Menschenrechte oft so selbstverständlich, dass wir sie kaum mehr wahrnehmen“, stellt Bürgermeister Jürgen Rogg fest. Gemeint ist damit beispielsweise, dass jeder offen seine Meinung sagen darf, dass auch bei Kritik an der Regierung niemand mit schlimmen Folgen rechnen muss. Kinder gehen selbstverständlich zur Schule.

Es gibt eine große Vielfalt an Büchern, Filmen, Zeitungen – ohne Zensur. Jeder darf heiraten, wen er möchte. „Doch schnell würden wir diese Rechte schmerzlich missen, würden sie uns genommen“, ergänzt der Rathaus-Chef. „Es gilt, sie zu wahren und immer wieder aufs Neue zu verteidigen.“

Auch weltweit hat sich laut Amnesty International, der weltweit größten Bewegung, die für die Menschenrechte eintritt, im Laufe der Jahre zwar schon einiges in Richtung Wahrung dieser Charta getan. Doch immer wieder geschieht es, dass Regierungen und politische Gruppierungen die Menschenrechte massiv einschränken oder missachten. Auch in jüngster Zeit gibt es viele Beispiele dafür: Massenverhaftungen in der Türkei, Einwanderungsdekrete in den USA, Folter in ägyptischen Gefängnissen und zahllose Menschenrechtsverletzungen in Syrien.

Wer annimmt, hierzulande sei diesbezüglich alles im Lot, liegt falsch. Auch in Deutschland gibt es Menschenrechte, die noch immer verletzt werden. Tötungsdelikte aus den unterschiedlichsten Gründen erschüttern immer wieder unsere Gemeinschaft. Sexuelle Gewalt oder Missbrauch, oftmals lange unbemerkt innerhalb der Familie, sind leider keine Seltenheit. Diskriminierung jeglicher Art oder Rassismus in Form von Fremdenfeindlichkeit müssen viele auch in unserer direkten Umgebung erfahren. Denken wir beispielsweise an die Vorfälle in Hanau. Aber auch Islamismus und Linksextremismus sind aktuelle Themen unserer Zeit. Der Kreisstadt Dietzenbach, in der kulturelle Vielfalt gelebt wird, ist es daher ein ganz besonderes Anliegen, den Tag der Menschenrechte in den Blick zu nehmen.

"Kennt eure Rechte, auch die der anderen, und respektiert die Würde eines jeden Menschen"

Tag der Menschenrechte
Tag der Menschenrechte
Briefkuverts

„Gerade für uns Dietzenbacher heißt es an diesem Tag ganz besonders: ‚Kennt eure Rechte, auch die der anderen, und respektiert die Würde eines jeden Menschen!‘ “, ruft Stadtverordnetenvorsteherin Christel Germer auf.

Aus diesem Grund ist die Beflaggung vor dem Rathaus ein wichtiges Zeichen. Zeitgleich dazu sollen auch mehrere kurze Slide-Shows auf den Monitoren im Inneren der städtischen Busse neugierig auf jeden einzelnen der insgesamt 30 Menschenrechtsartikel machen. „Manchmal ist es einfach eine Busfahrt von A nach B, die uns in hektischen Zeiten wie diesen einmal zur Ruhe kommen lässt und uns Momente der Besinnung schenkt. Momente in denen wir dankbar sein können, dass es die Menschenrechte in unserem Land gibt. Wir wollen diese Chance nutzen, um die Aufmerksamkeit der Bürger auf dieses Thema zu lenken“, erklärt der Erste Stadtrat und Sozialdezernent Dr. Dieter Lang.

Zudem wird jeder Adressat, der in den nächsten Wochen einen Brief aus der Stadtverwaltung erhält, durch spezielle Gestaltung des Kuverts, an den Internationalen Tag der Menschenrechte erinnert. Wer digital vernetzt ist, stolpert in diesen Tagen möglicherweise auch über eine Aktion in seinem Facebook- oder Instagram-Newsfeed.

Die breit aufgestellte Aktion wird kein einmaliges Ereignis bleiben. Von nun an wird in Dietzenbach in jedem Jahr am 10. Dezember an diesen besonderen Tag im Jahr 1948 erinnert. An die damals festgehaltenen 30 Menschenrechtsartikel, die noch immer weltweit essentielle Grundlage für ein friedvolles Miteinander sind.

Nachzulesen und beispielhaft erläutert sind die einzelnen Artikel der Menschenrechte auf der städtischen Homepage www.dietzenbach.de/menschenrechte.


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