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20.000 Euro für Straßenkinder-Zentrum in Haiti

Bürgermeister Jürgen Rogg übergibt Spendengelder an MISEREOR

Haiti-Spendenübergabe_dk
v.l.n.r.: Pfarrerin Andrea Schwarze, Projektbeauftragter Johannes Schaaf, Bürgermeister Jürgen Rogg, Pfarrer Stefan Barton
Spendenübergabe
Am Sonntag, 10. März 2013, hat Bürgermeister Jürgen Rogg offiziell die Spendengelder, die in den vergangenen drei Jahren auf das städtische Haiti-Spendenkonto eingezahlt wurden, an den Projektbetreuer Johannes Schaaf von der katholischen Hilfsorganisation MISEREOR übergeben. Das städtische Spendenkonto weist derzeit einen Betrag in Höhe von 20.365,67 € aus.
 
Pfarrer Stefan Barton hatte am 4. Fastensonntag zum traditionellen Fastenessen in das Gemeindezentrum der katholischen Kirchengemeinde St. Martin eingeladen. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Dietzenbacher Solidaritätskampagne zugunsten der Erdbebenopfer in Haiti, da auch der MISEREOR-Projektbetreuer Johannes Schaaf wieder zu Gast bei der St. Martin-Gemeinde war, um über die aktuelle Situation in Haiti und speziell zum Sachstand Straßenkinder-Zentrum „Lakay“ zu berichteten, dessen Wiederaufbau und Fortführung mit den Dietzenbacher Spendengeldern finanziert werden soll.
 
Auf Wunsch von MISEREOR wurden die Dietzenbacher Spendengelder jedoch bislang auf dem städtischen Spendenkonto „geparkt“ (seit März 2011 auf ein Tagesgeldkonto übertragen), da durch die instabile politische Lage und die hohe Kriminalität auf Haiti der Wiederaufbau des Straßenkinder-Zentrums „Lakay“ nicht sofort wie vorgesehen in Angriff genommen werden konnte. Insbesondere waren auf Haiti die Bau- und Materialkosten nach der Katastrophe durch die starke Nachfrage und spekulationsbedingte Verknappung derart explodiert, dass die Dietzenbacher Spendengelder regelrecht entwertet worden wären und nur die Spekulanten ihren Profit gemacht hätten.
 
Mittlerweile hat sich die Situation in „Lakay“ soweit konsolidiert, dass die Dietzenbacher Spendengelder sinnvoll eingesetzt werden können. In diesem Zusammenhang wurde der gemeinsame Wille bekundet, „Lakay“ auch in Zukunft zu unterstützen.

Wie alles begann...

Haiti - Lakay
"Lakay" - in provisorischen Werkstätten wird bereits wieder gearbeitet
Straßenkinder-Zentrum "Lakay"
Nur wenige Tage nach der Erdbebenkatastrophe auf Haiti am 12. Januar 2010 hatte Bürgermeister Jürgen Rogg eine konzertierte Dietzenbacher Spendenaktion ins Leben gerufen, der sich spontan auch die großen Dietzenbacher Kirchengemeinden anschlossen.
 
Allerdings war es erklärte Absicht aller Beteiligten, dass die Dietzenbacher Spendengelder nicht in einen „großen Topf“ fließen, um dann anschließend nach dem Gießkannenprinzip verteilt zu werden, sondern dass sie einem ganz konkreten Projekt zugute kommen sollen, das auch in der Folgezeit nachhaltig unterstützt werden kann.
 
In Abstimmung mit der katholischen Gemeinde St. Martin, der evangelischen Christuskirchen-Gemeinde und der Martin-Luther-Gemeinde Steinberg hat man sich seitens der Stadt entschieden, mit der gemeinsamen Dietzenbacher Spendenaktion den Wiederaufbau eines Straßenkinder-Zentrums zu unterstützen, das durch das Erdbeben völlig zerstört wurde. Fast 300 junge Menschen wurden unter den Trümmern begraben, mindestens vier Mitarbeiter der Einrichtung sind ums Leben gekommen.
Dieses Straßenkinder-Zentrum „Lakay“ in den Armenvierteln von Port-au-Prince wurde seit 1992 mit Unterstützung durch die katholische Hilfsorganisation MISEREOR aufgebaut. Daher sollten die Dietzenbacher Spendengelder auch an MISEREOR weitergeleitet werden. 

Die Dietzenbacher Haiti-Solidaritätskampagne – ein Überblick über die Aktionen und Spenden

Haiti-Spenden-Kampagne
Die "Aktivisten" der Dietzenbacher Haiti-Spenden-Kampagne bei einer Pressekonferenz am 9. März 2010
Haiti-Spenden-Kampagne
In einer beispiellosen Dietzenbacher Solidaritätskampagne für die Erdbebenopfer in Haiti fand während der folgenden Wochen eine ganze Serie von Benefiz-Aktionen statt.
 
Die Klasse 5aG der Ernst-Reuter-Schule hatte im Erdkunde-Unterricht gerade Haiti durchgenommen, als die Insel vom Erdbeben heimgesucht wurde. Spontan entschlossen sich die Schülerinnen und Schüler, in der Schule zugunsten der Erdbebenopfer zu sammeln und brachten einen Betrag von 523,69 € zusammen.
 
Die Schüler einer vierten Klasse der Rudolf-Steiner-Schule waren von der Katastrophe so ergriffen, dass sie eine Sammlung bei ihren Eltern durchführten, und die Neunt-Klässler setzten die Sammel-Aktion beim Richtfest des Erweiterungsbaus fort – Ergebnis: 423,38 €.
 
Christa Bäcker, Lehrerin an der Aue-Schule, initiierte eine Ausstellung haitianischer Künstler, die vom „Ausstellungsmacher“ Wolfgang Krust realisiert wurde und vom 9. bis zum 23. Februar 2010 im Bürgerhaus zu sehen war.
 
Der Leiter der Musikschule Dietzenbach, Joachim Neumann, ließ nach dem Frühjahrskonzert am 28. Februar 2010 für Haiti sammeln (376,39 €), ebenso die Frauenbeauftragte Marina Bombach beim Frauenfrühstück am 7. März 2010 (150,96 €). 
Rock für Haiti-1
"x-it"
"x-it"
Ein Höhepunkt der Solidaritätskampagne war das von Rainer Keim organisierte Benefiz-Konzert mit den Rock-Gruppen „x-it“ und „frisch gepresst“ am 13. März 2010 im Bürgerhaus, das einen Reinerlös von 2.898,24 € erbrachte.
 
Beachtliche Einzelspenden gingen im März 2010 noch vom Lions-Club Dietzenbach (1.050,00 €) und im Juni 2010 von der Kolping-Familie (500,00 €) auf das städtische Spendenkonto ein.
 
Im Folgejahr, am 4. Februar 2011, erzielte Bürgermeister Jürgen Rogg als Discjockey beim Disco-Abend „Rogg für Haiti“ 546,00 € für das Spendenkonto, ebenso wurden die Einnahmen aus der Cafeteria vom „Tag der offenen Tür“ im Rathaus, am 28. Mai 2011 in Höhe von 620,00 € für den guten Zweck gespendet.
 
Daneben haben auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung ihre Spenden auf das städtische Solidaritätskonto überwiesen: Insgesamt 53 Privatpersonen bzw. Familien mit Einzelbeträgen bis zu 250,00 €.  
Haiti-Spende
Haiti-Spende der Theatergruppe "Tick" - v.l.n.r.: Matthias Lenz (ehemaliger Pfarrer, hatte die Theatergruppe gegründet), Karl-Heinz Lehr, Conny Stegmann, Bürgermeister Jürgen Rogg, Beate Roos, Pfarrer Manfred Senft
Haiti-Spende der Theatergruppe "Tick"
Obgleich die Erdbebenkatastrophe schon nach wenigen Wochen weitgehend aus dem Fokus der öffentlichen Berichterstattung verschwand, so wurden doch auch in den folgenden drei Jahren zahlreiche Benefiz-Aktionen zugunsten der Erdbebenopfer durchgeführt, insbesondere von den Kirchengemeinden.
 
Die Katholische Kirchengemeinde St. Martin hat neben den Überweisungen auf das städtische Spendenkonto in Höhe von insgesamt 2.961,00 € parallel noch ca. 17.000 Euro an Einzelspenden (z.B. die Sammlungen durch die Sternsinger) für das Hilfs-Projekt „Lakay“ gesammelt und direkt an MISEREOR überwiesen..
 
Von der Evangelischen Christuskirchen-Gemeinde, einschließlich der Rut-Gemeinde; wurden Einnahmen aus Kollekten, Aufführungen des Tick-Theaters und anderen Benefiz-Aktionen in Höhe von insgesamt 5.600,60 auf das Spendenkonto überwiesen – 16 Einzelpositionen, die letzte noch am 27. Februar 2013!
 
Und auch die evangelische Martin-Luther-Gemeinde Steinberg hatte mehrere Beträge mit einer Gesamtsumme von 863,72 € auf das Spendenkonto überwiesen. 
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