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Ortsgerichtsvorsteher Klühspies wird verabschiedet

Brigitte Gendner wird seine Nachfolgerin

Dieter Klühspies
Dieter Klühspies
Dieter Klühspies

Er ist der Mann, der jeden Donnerstag in Zimmer 148 inmitten des Rathauses sitzt und Fotokopien und Unterschriften „öffentlich“ beglaubigt. Das ist der Teil seiner Aufgaben, der nach außen am meisten sichtbar ist. Dahinter aber stehen weitere wesentliche Dienste an der Allgemeinheit, die ihn gut beschäftigen, wenn sie auch nicht immer öffentlich werden.

Seit fünf Jahren ist Dieter Klühspies als Ehrenbeamter „Vorsteher“ des Dietzenbacher Ortsgerichtes, einer Hilfsbehörde der Justiz, die es solcherart nur in Hessen gibt. Gemeinsam mit vier Schöffen ist er zuständig für die sogenannte freiwillige Gerichtsbarkeit und das Schätzwesen. Bevor er die Führung des Gerichtes übernommen hat, sammelte er zehn Jahre lang Erfahrung als Schöffe. Jetzt findet der engagierte 80-Jährige, dass es an der Zeit ist aufzuhören. „Mir hat die Arbeit stets viel Freude bereitet, aber es reicht, nun sollen Jüngere ran“, sagt er.

Wer am Ortsgericht tätig wird, wird vom Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung vorgeschlagen und schließlich vom Amtsgericht bestimmt. Juristische Vorbildung muss dabei niemand einbringen. Im Gegenteil: „Gerade das ist nicht gewünscht“, sagt Klühspies. Vielmehr sollen die Kandidaten „allgemeines Vertrauen genießen, lebenserfahren und unbescholten“ sein. Ihm selbst kommt bei seinen Aufgaben seine berufliche Erfahrung entgegen. Der Diplom-Ingenieur für Maschinenbau und Baustatik hat mehr als 30 Jahre lang im öffentlichen Dienst gearbeitet, unter anderem im Bereich der Oberpostdirektion Frankfurt am Main und im Revisionsamt der Stadt Frankfurt am Main. Die letzten elf Jahre seines Berufslebens verbrachte er bei der Fraport AG in der technischen Revision, wo er unter anderem den Baufortschritt am Terminal 2 und Erweiterungen am Flugsteig A überwachte.

„Das bringt mir natürlich viel bei den Immobilienbewertungen, die ebenfalls am Ortsgericht angesiedelt sind“, weiß Klühspies.

„Manchmal mussten wir dabei Schutzkleidung tragen“

Wechsel Ortsgerichtsvorsteher*in
v.l.n.r. Stefan Mohr (Präsident des Amtsgerichts Offenbach), Brigitte Gendner, Dieter Klühspies und Erster Stadtrat Dr. Dieter Lang
Wechsel Ortsgerichtsvorsteher*in

Stellen Eigentümer einen Antrag auf Bewertung ihrer Immobilie, widmet sich der Ortsgerichtsvorsteher vorschriftsgemäß gemeinsam mit zwei der Schöffen dieser Aufgabe. „Oft geht es dabei um Erbangelegenheiten oder Scheidungen, mancher will aber auch einfach wissen, was sein Eigentum wert ist“, erzählt er. Nach Sichtung aller Unterlagen, wie etwa Grundbuchauszügen und Bauplänen, nimmt das Team die Immobilie genau unter die Lupe. Baujahr, Bauzustand, Instandhaltung und weitere Kriterien fließen in die Bestandsaufnahme ein. „Dann besprechen wir ausführlich und gründlich anhand von strengen Richtlinien, zu denen Zeitwertschätzung, Bodenrichtwerte und Grundstückspreise gehören, den Wert.“ Als Mann vom Fach hat Dieter Klühspies entsprechende Immobilienschätzungen immer gerne übernommen.

Manches Leid erlebt hat er dagegen auf dem Gebiet der Sterbefallanzeigen, die ebenfalls in den Bereich des Ortsgerichtes fallen. „Versterben Dietzenbacher Bürger daheim oder in einer anderen Kommune, erhalten wir eine Mitteilung und erstellen eine entsprechende Anzeige“, erklärt er. Doch nicht nur das. Finden sich keine Angehörigen, ist der Ortsgerichtsvorsteher auch für die Nachlasssicherung zuständig. Dann heißt es, in der Wohnung Dokumente und Wertgegenstände sicherzustellen. Aber auch Strom, Gas und Wasser abzustellen und den Kühlschrank auszuräumen. „Manchmal mussten wir dabei Schutzkleidung tragen“, erzählt Klühspies. Das sei oft sehr traurig gewesen, „aber auch eine solche Aufgabe muss ja erledigt werden“.

In all seinen Jahren beim Ortsgericht habe er immer das Gefühl gehabt, helfen zu können, zieht Dieter Klühspies nun Bilanz. Gefestigt habe ihn stets die Unterstützung durch seine Familie und den Freundeskreis. „Aber auch mein weiteres ehrenamtliches Engagement, etwa bei der Volkshochschule und dem Verein für internationale Beziehungen.“ Seine „Entpflichtung“, wie es im Amtsdeutsch heißt,  erfolgte am 24. Mai 2018 durch den Präsidenten des Amtsgerichts Offenbach.

Bürgermeister Jürgen Rogg bedankt sich sehr herzlich für das Engagement von Herrn Klühspies: „Die Arbeit im Ortsgericht ist eine unendlich wichtige Tätigkeit für unsere Gesellschaft, die meist im Stillen erfolgt. Herr Klühspies hat dieses Amt mit all seiner Erfahrung und Persönlichkeit ausgefüllt. Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.“

Amt auch für die Zukunft in guten Händen

Brigitte Gendner bei der Vereidigung
Erster Stadtrat Dr. Dieter Lang gratuliert Brigitte Gendner zur Vereidigung zur neuen Ortsgerichtsvorsteherin und wünscht ihr alles Gute.
Brigitte Gendner bei der Vereidigung

Im Rahmen der offiziellen Entpflichtung von Dieter Klühspies bedankte sich Stefan Mohr, Präsident des Amtsgerichts Offenbach, ausdrücklich: „Ihre Tätigkeit ist ein Ehrenamt und sie verdient Dank und Anerkennung.“

Der scheidende Ortsgerichtsvorsteher weiß sein Amt bei seiner Nachfolgerin Brigitte Gendner nun in guten Händen. Nicht nur, dass sie bereits als Stellvertreterin von Dieter Klühspies Erfahrung gesammelt hat. Auch ist sie ebenfalls mit Immobilienkenntnissen ausgestattet. „Ich bedanke mich bei meinem Vorgänger, er hat mich an mein jetziges Amt gut herangeführt“, stellte sie fest.

Sein Amt weiß Klühspies auch für die Zukunft in guten Händen. Als Nachfolgerin wird Frau Brigitte Gendner, die bislang seine Stellvertreterin war. Die Vereidigung erfolgte ebenfalls am 24. Mai. Im Rathaus. Erster Stadtrat Dr. Dieter Lang wünschte bei der kleinen Vereidigungsfeier Frau Gendner, auch im Namen von Bürgermeister Jürgen Rogg, viel Erfolg und eine glückliche Hand bei all ihren Entscheidungen.


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