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Innenminister Peter Beuth in Dietzenbach

Innenminister besuchte gemeinsam mit Landespolizeipräsident und Landesfeuerwehrpräsident die Einsatzkräfte in Dietzenbach

Innenminister Peter Beuth bei Feuerwehr
Innenminister Peter Beuth besuchte am 31.07.2020 zusammen mit Landespolizeipräsident Roland Ullmann und Dr. h.c. Ralf Ackermann, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, Einsatzkräfte in Dietzenbach.

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat am 31.07.2020 gemeinsam mit Landespolizeipräsident Roland Ullmann und Dr. h.c. Ralf Ackermann, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, Polizei- und Feuerwehrkräfte in Dietzenbach besucht und über die Angriffe vom 29. Mai 2020 gesprochen.

Mehrere Gewalttäter hatten Ende Mai Einsatzkräfte im Spessartviertel in einen Hinterhalt gelockt. Die Brandstifter hatten zunächst Feuer gelegt und die eintreffenden Polizisten und Feuerwehrleute unvermittelt mit Steinen angegriffen. Ein Dutzend Einsatzwagen wurden hierbei beschädigt. Die hessische Polizei konnte dank starker Unterstützung aus den angrenzenden Präsidien und dem Einsatz eines Helikopters die Lage unter Kontrolle bringen.

Innenminister Peter Beuth wirbt für mehr Solidarität mit den Einsatzkräften

„Es war mir ein wichtiges Anliegen, den Einsatzkräften meinen Dank für diesen gefährlichen Einsatz zum Ausdruck zu bringen. Die Kolleginnen und Kollegen sind als Helfer in der Not ausgerückt, in einen Hinterhalt gelockt und dabei mit Steinen beworfen worden.

Teile der Gesellschaft scheinen Polizistinnen und Polizisten zu verachten. Dies ist alarmierend und steht exemplarisch für eine Verrohung der Umgangsformen gegenüber Einsatzkräften unseres Landes. Polizei und Feuerwehr sind zentrale Stützen unseres Gemeinwesens. Sie leisten Tag und Nacht und an sieben Tagen in der Woche eine enorm wertvolle Arbeit indem sie dafür Sorge tragen, dass wir alle sicher leben können. Einsatzkräfte verdienen hierfür Respekt, Anerkennung und Dankbarkeit sowie das Vertrauen der gesamten Gesellschaft.

Wer gegenüber unseren Einsatzkräften gewalttätig wird oder sie sogar in einen Hinterhalt lockt, um sie zu verletzen, muss klare Konsequenzen spüren und hart bestraft werden. Wir werden künftig weiter in die persönliche Schutzausrüstung unserer Polizeibeschäftigten investieren und für mehr Solidarität mit unseren Polizeibeamtinnen und -beamten werben“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Landespolizeipräsident Roland Ullmann verspricht mehr Schutz für Polizisten

„Dieser Gewaltexzess und der offene Hass, der unseren Polizei- und Feuerwehrkräften in jener Nacht entgegenschlug, hat mich persönlich sehr betroffen gemacht. Eine AG mit erfahrenen Ermittlern kümmert sich bei der Polizei in Dietzenbach um die Aufklärung der Ereignisse. Die Ermittlungen werden mit viel Engagement und unter Hochdruck geführt, damit die Täter den Rechtsstaat zu spüren bekommen.

Die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten ist lebenswichtig und existenziell für unsere Gesellschaft. Um unsere Polizeibeamtinnen und -beamten noch besser vor Übergriffen zu schützen, wird die hessische Polizei 400 weitere Body-Cams neuster Generation beschaffen, die potentielle Aggressoren abschrecken und etwaige Straftaten gerichtsfest aufzeichnen können“, so Landespolizeipräsident Roland Ullmann.

Dr. h. c. Ralf Ackermann, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, verurteilt Gewltbereitschaft gegen Einsatzkräfte

„Die Gewaltbereitschaft gegenüber Einsatzkräften ist leider mittlerweile zu einem Dauerthema geworden. Aber dieses Ausmaß hat eine neue Dimension angenommen. Wir verurteilen diese Gewaltbereitschaft auf das Schärfste“, sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, Dr. h. c. Ralf Ackermann.

„Jeder, der in eine Notlage gerät, soll Hilfe bekommen. Dafür setzen sich rund 71.000 Einsatzkräfte der Feuerwehren in Hessen 24 Stunden an jedem Tag ein. Der ganz überwiegende Teil sogar ehrenamtlich. Auch in dem Wissen, dass einige Einsatzsituationen auch große Gefahren bereithalten können. Aber hinterhältige Angriffe durch gewaltbereite Gruppen gehen auf keinen Fall. Wir fordern klar: Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte!“

Bürgermeister Jürgen Rogg schlägt "Haus des Jugendrechts" für den Kreis Offenbach vor

"Als Bürgermeister und zuständiger Dezernent habe ich mich sehr über den Besuch gefreut. Für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dietzenbach war der entgegengebrachte Respekt und die Anerkennung ihrer Arbeitsleistung sehr wichtig. Zudem hatte der damals verantworliche Einsatzleiter die Gelegenheit, dem Minister die nächtlichen Vorfälle nochmals im Detail zu schildern. ", so Bürgermeister Jürgen Rogg.

"Außerdem war die Information wichtig, dass die Ermittlung der Täter nach wie vor durch Sonderkräfte der Polizei vorangetrieben wird. Da es sich hierbei um laufende Ermittlungen handelt, wird hierüber nur selten berichtet."

Der Bürgermeister hat den Besuch außerdem dazu genutzt, um das Thema "Haus des Jugendrechts für den Kreis Offenbach" anzusprechen. Solche Einrichtungen wurden bereits in einigen hessischen Städten geschaffen und leisten dort eine wichtige Arbeit. Mehr Informationen gibt es hier

Symbol für Verbundenheit mit den Einsatzkräften

Schutzschleife
Zeichen der Solidarität mit den Einsatzkräften: Schutzschleife des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport
Schutzschleife

Seit vielen Jahren macht sich die Hessische Landesregierung für den verbesserten Schutz und für mehr Wertschätzung von Einsatzkräften stark. Die im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport entwickelte „Schutzschleife“ hat sich seit ihrer Vorstellung 2015 zum Symbol der Verbundenheit mit Einsatzkräften etabliert.

Sie wurde mittlerweile mehr als 80.000 Mal ausgegeben. In den Farben Blau, Rot und Weiß gehalten, steht sie für die Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte in Hessen.


http://www.facebook.com/pages/Stadtportal-Dietzenbach/183323078473124?ref=hl
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