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Dr. S. Urdze ist Klimaschutzmanagerin der Kreisstadt

Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes ist eine ihrer Hauptaufgaben

Klimaschutzmanagerin
Bürgermeister Jürgen Rogg und Klimaschutzmanagerin Sigita Urdze.
J. Rogg und S. Urdze

Klimaschutz ist derzeit in aller Munde und ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben. Tausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit sind sich über den Menschen gemachten Klimawandel einig und mahnen dringende Veränderungen an. Klimaschutz ist derzeit in aller Munde, jedoch in Dietzenbach bereits seit Jahrzehnten auf der kommunalen Agenda.

So ist die Kreisstadt unter anderem seit 1990 Teil des heute weltweit größten Städtenetzwerks für Klimaschutz und -gerechtigkeit mit lokalen Antworten auf den globalen Klimawandel. Viele Maßnahmen sind seit dem aktiv angegangen worden, wie ein kurzer Überblick weiter unten im Text zeigt. Ein Meilenstein ist sicherlich das Dietzenbacher Klimaschutzteilkonzept. Aufgrund dessen spart die Stadt seit 2015 nicht nur massiv Betriebskosten, sondern spart über 50 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Dies allein durch 15 städtische Liegenschaften. Doch es geht weiter und ein auf die ganze Stadt ausgedehntes Klimaschutzkonzept wird aktuell erstellt. Hierfür wurde eine Stelle „Klimaschutzmanagement“ im Rathaus geschaffen. Seit 01. August 2021 ist die Darmstädterin Dr. Sigita Urdze als Klimaschutzmanagerin mit dieser Aufgabe betraut.

 Initiativen und Aktivitäten bündeln

„Die Schaffung der Stelle ist ein folgerichtiger Schritt, um die vielen bisherigen Initiativen und Aktivitäten zu bündeln und neue  Projekte auf die Schiene zu bringen“, erklärt Bürgermeister Jürgen Rogg. Er freue sich sehr, mit Frau Dr. Sigita Urdze eine hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiterin im Team zu haben, die sich der Mammutaufgabe annimmt und ein Gesamtkonzept erstellen wird.

Dr. Urdze ist studierte Soziologin, promovierte Politikwissenschaftlerin und seit Jahrzehnten leidenschaftliche Kämpferin für Klima- und Umweltschutz. Als Mitglied des Klimaschutzbeirates der Stadt Darmstadt hat sie in ihrer Wahlheimatstadt die Neuaufstellung eines Klimaschutzkonzepts von Beginn an begleitet. In der Bewegung „Scientists for Future“ bringt sie eigenes Fachwissen ein und bekommt im Umkehrschluss auch viele spannende Impulse für ihre Expertise zurück. Auf wissenschaftlicher Ebene forschte Dr. Urdze für die TU Darmstadt unter anderem zum Thema innovativer Finanzierungsmöglichkeiten für erneuerbare Energien und stand in engem Austausch mit der Landesenergieagentur, um nur ein paar Beispiele ihres Werdeganges zu nennen.

"Die Menschen mitzunehmen und teilhaben lassen"

Die Technik und das Bewusstsein zum Klimaschutz ist das eine. Doch die Menschen mitzunehmen, teilhaben zu lassen und aktiv einzubinden ist das andere. Da bringt die neue Kollegin im Rathaus viel Erfahrungsschatz und Machermentalität mit. „Ich konnte bei verschiedenen Themen bereits sowohl beruflich als auch ehrenamtlich erfolgreich Partizipationsprozesse leiten und durchführen. Demokratieförderung und Beteiligungsverfahren gehörten zu einen meiner Hauptaufgaben als Soziologin und Politikwissenschaftlerin. Ohne die Menschen in der Stadt, die Entscheidungsträgerinnen und –träger in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geht es nicht, wenn es um die Akzeptanz und Umsetzung geht“, ist sich die Klimaschutzmanagerin sicher. Daher ist eine offene Kommunikation wichtig.

Bürgermeister Jürgen Rogg betont: „Wir werden das entstandene Netzwerk innerhalb und außerhalb des Rathauses neu ausrichten und wichtige Impulse und Vorschläge machen, um nachfolgenden Generationen eine lebens- und liebenswerte Stadt zu überlassen“, so der Rathauschef. Klimaschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die alle betrifft. „Hier ist Teamwork und der Mut zur Veränderung gefragt“, so Rogg.

Die Klimaschutzmanagerin geht da mit gutem Beispiel voran. Oder besser gesagt, sie radelt voran. Denn den Weg von Darmstadt nach Dietzenbach beschreitet die Mutter von sieben Kindern per Fahrrad. Ein eigenes Auto besitzt die Familie nicht.

Klimaschutz nachhaltig in Dietzenbach verankern

Im Rathaus wird derzeit am integrativen Klimaschutzkonzept gearbeitet. Es soll den Klimaschutz als Querschnittsaufgabe nachhaltig in der Kreisstadt Dietzenbach verankern. Dabei werden verschiedene Parameter wie beispielsweise die Treibhausgasbilanz sowie Einspar- und Entwicklungspotenziale der einzelnen Sektoren berücksichtigt. Dr. Urdze betont: „Es werden darin Handlungsempfehlungen und Maßnahmen enthalten sein müssen, um konkrete Vorhaben umzusetzen und Synergieeffekte zu nutzen und Potenziale zu heben.“ Dabei fange die Kreisstadt keineswegs bei null ist, so ihr Resümee nach einer intensiven Einarbeitung zu bestehenden Maßnahmen.

In den ersten Tagen und Wochen hat die neue Klimaschutzmanagerin viele Menschen in Dietzenbach kennengelernt. Aber auch bereits erste Kontakte zu anderen Klimaschutzmanager*innen geknüpft und Gespräche zu Professoren und Wegbegleitern geführt. Eine ihrer ersten Amtshandlungen war, die verschiedenen Maßnahmen zu eruieren und auf der Seite www.klima-kommunen-hessen.de zusammenzufassen. „Da steht Dietzenbach nicht schlecht dar“, so Dr. Urdze.

Förderung durch das Bundesumweltministerium

Logo BMU
Logo des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Nationale Klimaschutzinitiative.
BMU und NKI

Die neue, befristete Vollzeitstelle wurde vom Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung der Kreisstadt beschlossen und wird vollständig durch das „Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit“ für zwei Jahre gefördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Initiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Klimaschutz in Dietzenbach: Ein kurzer Überblick

Klimaschutz ist an sich der Sammelbegriff für vielfältigste Maßnahmen, die einer durch den Menschen verursachten globalen Erwärmung entgegenwirken. Dazu gehören technische Veränderungen ebenso wie Verhaltensänderungen der Menschen. Hier sind die Stadtverwaltung Dietzenbach, die Städtischen Betriebe sowie die Stadtwerke Dietzenbach seit Jahren an unterschiedlichsten Stellen engagiert.

Allein bei der technischen, energetischen Ertüchtigung wird seit Jahren tonnenweise CO2  eingespart. Ein eigens erstelltes Klimaschutzteilkonzept aus dem Jahr 2015 für 15 städtische Liegenschaften bringt neben reduzierten Betriebskosten eine Einsparung von über 50 Tonnen CO2 pro Jahr und hat das Potenzial, viele Tausend weitere Tonnen einzusparen. Auch städteplanerisch fließen Klimaschutzaspekte seit Jahren mit ein.

In Sachen Mobilität setzt die Stadt gemeinsam mit Partnern Impulse für zukunftsfähige Modelle der Fortbewegung. Ein Netz an Elektrotankstellen wird seit Jahren ausgebaut, E-Carsharing wird angeboten und auch die Stadtverwaltung setzt gemeinsam mit den Stadtwerken Dietzenbach seit 2014 auf E-Autos. Auch beim radverkehrsfreundlichen Ausbau der L3001 oder der Justus-von-Liebig-Straße sind sichtbare Fortschritte zu verzeichnen. Bei der Energieversorgung gehören umweltfreundliche, regenerative Quellen wie Solar, Fernwärme, Fotovoltaik zum Energiemix in der Stadt. Der weitere Ausbau dieser Energiequellen ist in Planung.

Neben den technischen Änderungen gibt es eine Vielzahl an städtischen Projekten zur Bewusstseins- und Verhaltensveränderung. So etwa mit der Broschüre und der Aufklärungsarbeit unter dem Titel „Grün in der Stadt“. Es gibt Aktionen der Abfallentsorgung, Aufklärungsarbeit in Sachen Wasser und Abwasser sowie traditionell Aktionstage im Rahmen der verschiedenen Formate unter dem Mantel „Sauberhaftes Dietzenbach“.

Die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist auf Umweltthemen eingestellt. Sie sind Bestandteil der täglichen Arbeit in den Kitas. Eine neue Kampagne ist derzeit in Planung. Auch das bemalte Müllfahrzeug gehört in die Kategorie und wurde innovativ und plakativ mit der Beteiligung der Kinder umgesetzt.

Im Rahmen der Jugendarbeit besteht seit kurzem ein Jugendbeirat in der Stadt. Die engagierten Jungen und Mädchen sind jedoch schon seit zwei Jahren aktiv, beispielsweise in einer eigenen Umweltgruppe, die Bäume pflanzt oder Müll sammelt.

Die Materialbeschaffung im Rathaus wurde mit viel Aufwand verändert, um nachhaltigere Produkte anzubieten. Bei städtischen Veranstaltungen steht die Plastikreduzierung mittlerweile in Verträgen und gehört zur Philosophie. Zudem passen die Alltagsthemen der Städtischen Betriebe wie Blühflächen, Wasserschutz, Forst und so weiter ins facettenreiche Portfolio Dietzenbachs.  Kommunikativ ergänzt wird dies durch Aufklärungsbeiträge, beispielsweise in Flyern und Broschüren oder auf der Homepage www.dietzenbach.de.


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