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Machbarkeitsstudie: Radschnellweg quer durch den Kreis Offenbach

Beteiligte Kommunen unterzeichnen Absichtserklärung

Unterzeichnung Letter of Intent FRM9
Unterzeichnung Letter of Intent FRM9
Unterzeichnung Letter of Intent FRM9

Quer durch den Kreis Offenbach soll ein Radschnellweg gebaut werden: Er soll von Seligenstadt aus über Rodgau, Dietzenbach, Dreieich und Neu-Isenburg bis zum Frankfurter Flughafen führen und wird FRM9 heißen. Ob und wie das möglich ist, soll eine Machbarkeitsstudie zeigen.

Darauf haben sich am 20. Februar 2020 der Seligenstädter Bürgermeister Dr. Daniell Bastian, der Dreieicher Bürgermeister Martin Burlon, der Rodgauer Bürgermeister Jürgen Hoffmann, der Neu-Isenburger Bürgermeister Herbert Hunkel, die Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Offenbach Claudia Jäger, der Erste Beigeordnete des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain Rouven Kötter sowie der Dietzenbacher Bürgermeister Jürgen Rogg verständigt und eine entsprechende Absichtserklärung im Haus der Region unterzeichnet.

Regionalverband hat die Federführung

Logo Regionalverband
Logo Regionalverband
Logo

Die Studie wird federführend vom Regionalverband im zweiten Quartal dieses Jahres beauftragt und innerhalb von 18 Monaten fertiggestellt werden. Sie soll aufzeigen, welche Qualitätsmerkmale der Schnellweg erfüllen soll und wo er verlaufen kann.

Die Bürgerinnen und Bürger werden dabei mit einbezogen, das Alltagswissen der künftigen Nutzer soll in die Machbarkeitsstudie einfließen. Fachbehörden, Interessenverbände und Vertreter der Wissen-schaft werden beratend hinzugezogen. Es wird damit gerechnet, dass die Studie rund 100.000 Euro kosten wird. Die betroffenen Kommunen stellen jeweils 15.000 Euro, der Kreis Offenbach 30.000 Euro be-reit. Das Land Hessen bezuschusst Machbarkeitsstu-dien dieser Art in der Regel mit etwa 50 Prozent. Der Regionalverband organisiert und koordiniert das umfangreiche Projekt.

Radfahren soll attraktiver werden

RuDi-Radtour mit Bürgermeister Jürgen Rogg
Am 18.05.2019 hatte Bürgermeister Jürgen Rogg zu einer Radtour auf "RuDi - Die Rundroute um Dietzenbach" eingeladen. Über 30 Radler*innen waren dieser Einladung gefolgt. © Ralf Spiegel, 2019
RuDi-Radtour mit Bürgermeister

„Radfahren in der Region FrankfurtRheinMain soll attraktiver werden", heißt es in der Absichtserklärung. Bislang würden meist nur kurze Strecken bis fünf Kilometer mit dem Rad zurückgelegt. Die zunehmende Verbreitung von E-Bikes habe jedoch die Möglichkeit eröffnet, im Alltagsverkehr auch mittlere Distanzen mit dem Fahrrad zu bewältigen. „Für die Zukunft benötigen wir auch über die kommunalen Grenzen hinweg moderne, leistungsfähige Radve-kehrsanlagen, auf denen wir zügig, komfortabel und sicher vorankommen. In der Region soll deshalb sukzessive ein Netz von schnellen Radwegen entstehen, das Wohnorte, Arbeitsplätze und Ausbildungsstätten verbindet und Berufs- und Ausbildungspend-ler motiviert, das Fahrrad regelmäßig zu nutzen."

„Ich freue mich, dass wir mit dem FRM9 den vierten Radschnellweg in unserer Region konkret angehen. Mit diesen Trassen werden Straßen und Schienen und damit auch Klima und Umwelt entlastet. Wir wollen gemeinsam mit unseren Mitgliedskommunen, den Kreisen und dem Land Hessen dafür sorgen, dass ein ganzes Netz von Radschnellwegen FrankfurtRheinMain für Radfahrer verbindet." so der Erste Beigeordne-te und Mobilitätsdezernent des Regionalverbands FrankfurtRheinMain, Rouven Kötter.

Bürgermeister Jürgen Rogg begrüßt das Projekt ausdrücklich: „Ein über die Gemarkungsgrenzen hinweg gehender, strategischer Ausbau des Radwegenetzes ist dringend notwendig. Neben den Investitionen in den ÖPNV ist der Ausbau von überregionalen Radwegen wichtig, um dem Verkehrskollaps im Rhein Main Gebiet entgegenzuwirken. Viele in der Gesellschaft sowie der Wirtschaft sind bereit für alternative, multimodale Fortbewegungsmöglichkeiten."


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