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Heusenstamm und Neu-Isenburg helfen nach dem Sturm

Praktische interkommunale Zusammenarbeit vom Feinsten

Kettensäge
Kettensäge
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„Dass in einer solchen Situation alle dermaßen zusammenrücken, ist nicht selbstverständlich, dafür sind wir sehr dankbar.“ Beeindruckt blickt Bürgermeister Jürgen Rogg auf die Unterstützung, die der Kreisstadt Dietzenbach nach dem Sturm vonseiten der Nachbarkommunen zuteil wurde. „Wir haben an dem Tag nach dem Unwetter sehr schnell gemerkt, dass wir es wohl kaum alleine schaffen werden, die Schäden zu beseitigen.“ Zumindest nicht so, dass den Bürgern innerhalb von kürzester Zeit wieder eine funktionsfähige Infrastruktur zur Verfügung stehe und Einrichtungen wie das Schwimmbad oder der Friedhof zu nutzen seien. „Entsprechend haben wir bei benachbarten Orten um Hilfe angefragt, und es war großartig zu erleben, wie spontan alle bereit waren und gleich Unterstützung zugesagt haben“, betont der Bürgermeister. Demzufolge richte er nun einen ausdrücklichen Dank an alle Beteiligten, die diese Zusammenarbeit ermöglicht hatten. „In dieser schwierigen Situation hat uns das auch sehr motiviert.“

Wie Christian Locke, Kaufmännischer Betriebsleiter der Städtischen Betriebe mitteilt, haben mehrere Kolonnen aus Neu-Isenburg und Heusenstamm gemeinsam mit den städtischen Teams daran gearbeitet, die gröbsten Schäden zu beseitigen. „Wenn wir eine solche Naturgewalt erleben, zählt nichts mehr, außer sich gegenseitig zu Hilfe zu kommen, und es war toll zu erleben, dass wir gar nicht lange nachfragen mussten.“ So war es für Petra Klink, Vorstand beim Dienstleistungsbetrieb Dreieich und Neu-Isenburg selbstverständlich, der vom Sturm so gebeutelten Nachbarkommune beizustehen. „Obwohl wir in Dreieich auch erhebliche Sturmschäden und einiges zu tun haben, haben wir auf den Hilferuf aus Dietzenbach schnell reagiert und vier Mitarbeiter entsandt.“ Dabei kamen die Helfer aus den verschiedensten Bereichen, etwa von den Sportstätten oder der Kanalpflege. Herbeigeeilt kamen ebenso auf Initiative von Bürgermeister Halil Öztas drei Mitarbeiter des Bauhofs in Heusenstamm. „Es war für uns selbstverständlich, Dietzenbach behilflich zu sein, zumal es uns mit einer Ausnahme in Rembrücken nicht in dieser Intensität getroffen hat“, teilt Öztas mit. Grundsätzlich pflege Heusenstamm immer gerne die gute Nachbarschaft mit der Kreisstadt. „Wir haben also spontan unsere Dienstpläne umgestellt, um den Einsatz möglich zu machen.“

Tätig waren die Helfer an verschiedenen Stellen innerhalb des Stadtgebietes, unter anderem auch intensiv auf dem Friedhof, wo es darum ging, Schäden an den Bäumen zu begutachten, zu beheben und die Grünreste zu beseitigen. „Alle haben alles gegeben, damit wir auch hier schnell wieder zumindest eine Teil-Normalität herstellen konnten“, betont Bürgermeister Rogg. Zumal die Helfer nicht nur mit körperlichem Einsatz, sondern auch mit Knowhow und technischer Kompetenz angerückt waren. So brachten etwa die Isenburger einen Radlader sowie einen groß dimensionierten Schredder mit. „Allein mit unserer Ausstattung hätten wir vieles gar nicht oder noch sehr lange nicht geschafft“, so Rogg. Beeindruckend sei darüber hinaus das Zusammenwirken aller Beteiligten gewesen. „Die Teams aus Dietzenbach, Neu-Isenburg und Heusenstamm haben spontan eine große Gemeinsamkeit in ihrer Arbeit entwickelt“, freut sich der Bürgermeister. „Das ist ganz praktisch eine interkommunale Zusammenarbeit vom Feinsten.“


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