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Kreisstadt reagiert auf die Corona-Entwicklung

Infektionszahlen entwickeln sich dynamisch

Dietzenbacher Rathaus
Dietzenbacher Rathaus
Dietzenbacher Rathaus

Die Infektionszahlen in der Region entwickeln sich sehr dynamisch. Größere Städte wie Frankfurt und Offenbach wurden zum sogenannten Risikogebiet erklärt. Auch im Kreis Offenbach inklusive der Kreisstadt Dietzenbach sind steigende Zahlen zu verzeichnen. Die häufig zitierte Inzidenz liegt im Kreis bei über 45 Infizierten pro 100.000 Einwohner (Stand 14.10.). In Dietzenbach stieg die Zahl in fünf Tagen von 32 auf 50 Infizierte und sank am 13./14. Oktober deutlich wieder auf 38.

„Die Lage ist ernst“, weiß Bürgermeister Jürgen Rogg. „Das tägliche Starren wie die Schlange auf das Kaninchen zu den Dietzenbacher Zahlen macht jedoch nicht viel Sinn“, meint Rogg.  In einer Region wie dem Rhein-Main-Gebiet gebe es viele Bewegungen zwischen den Städten. „Es gibt täglich etwa 10.000 Pendler in unsere Stadt und 10.000 Pendler aus Dietzenbach heraus, was gegen ein kleinteiliges Betrachten der Zahlen pro Kommune spricht. Sofern kein HotSpot vorliegt – und das ist nicht der Fall“, so Rogg.

"Die Präsenz des Ordungsamtes wird erhöht"

Plakat Corona
Plakat Corona

Innerhalb der Region sind die Städte eng verbunden. Mehrfach in der Woche tauscht sich der Kreis Offenbach mit den Kreiskommunen aus, um die Lage ständig neu zu bewerten und um konstatierte Maßnahmen auf den Weg zu bringen bzw. möglichst einheitlich durchzusetzen.

Im Dietzenbacher Rathaus steht die Herausforderung rund um die Pandemie ganz oben auf der Tagesordnung. „Auch wenn die direkten Einfluss- und Entscheidungsmöglichkeiten der Stadt verhältnismäßig gering sind, optimieren wir unsere Handlungen fortlaufend“, so der Rathauschef.

Die Präsenz des Ordnungsamtes zur Einhaltung der Corona-Regelungen des Landes und des Bundes wird weiter erhöht. Hierfür werden zusätzliche Ressourcen eingesetzt, um temporär die Stadtpolizei zu unterstützen. Beschlossen ist auch, dass die Stadtpolizei um weitere, erstmal auf 2 Jahre befristete,  Stellen aufgestockt wird. „Die Aufgaben werden vielfältiger und stetig mehr. Es ist immer mehr Schicht- und Wochenenddienst gefragt. Das Bewerbungsverfahren wird bald starten“, kündigt Rogg an. Auch das städtische Gesundheitsmanagement wurde intern personell zwischenzeitlich aufgestockt.

Appell des Bürgermeisters

Jürgen Rogg mit Schutzmaske
Jürgen Rogg mit Schutzmaske
Bürgermeister Jürgen Rogg

Vorhandene Hygienepläne für städtische Einrichtungen werden ständig kritisch hinterfragt und an die sich ändernde Lage angepasst. „Aus Sicht des Arbeitsgebers ist es unabdingbar, die Arbeitsfähigkeit in der Stadtverwaltung, den Kindertageseinrichtungen, bei den Städtischen Betrieben und Stadtwerken Dietzenbach aufrecht zu halten“, erklärt der Bürgermeister. Eine Stadt deckt weitreichende, sensible und systemrelevante Bereiche ab, die für die Infrastruktur und Daseinsvorsorge unabdingbar sind. „Daher werden Gesundheits- sowie Infektionsschutz sehr groß geschrieben, auch wenn dies immer noch einige nicht verstehen wollen“, so Rogg.

Darüber hinaus fließen unaufhörlich die „AHA-Maßnahmen“ – Abstand, Hygiene und Alltagsmasken – in die pädagogische Arbeit in den Kitas ein. Über die Kinder- und Jugendarbeit wird für das Thema sensibilisiert.

Zur Unterstützung der Wirtschaft und des Einzelhandelns sind weitere städtische Projekte und Aktionen geplant. Näheres gibt es in Kürze.

Diese Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung ungeahnten Ausmaßes. „Ich appelliere an alle, die AHA-Maßnahmen einzuhalten, die Corona-App zu nutzen und die wohl einfachste und günstigste Maßnahme – das Lüften von Räumen – ernst zu nehmen“, bekräftigt Bürgermeister Rogg. Es sei und bleibe eine Zeit des Verzichts, der Besonnenheit und der gegenseitigen Rücksichtnahme, jedoch nicht der Panik oder des Hinterherlaufens falscher Informationen und Verschwörungstheorien.

Coronavirus http://www.facebook.com/pages/Stadtportal-Dietzenbach/183323078473124?ref=hl
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