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Umfangreiche Baumaßnahme an der Justus-von-Liebig-Straße

Keine Vollsperrung. Neuer Kreisverkehr. Radverkehrsfreundlicher Ausbau.

Straßenbauarbeiten
Straßenbauarbeiten
Straßenbauarbeiten

Die Bauarbeiten an der Justus-von-Liebig-Straße in Dietzenbach gehen ab dem 6. Mai 2019 weiter. Sie werden etwa 500 Meter umfassen und bis 2020 andauern. Als eine von sechs Maßnahmen wird der größte Kanal Dietzenbachs entstehen und für einen verbesserten Gewässerschutz sorgen. Planmäßig muss aus Witterungsgründen bei etwa der Hälfe der Strecke eine Winterpause eingelegt werden.

Im Gegensatz zum ersten Bauabschnitt – dieser wurde zu Ostern im Jahr 2017 fertig gestellt - wird es keine Vollsperrung geben. Die Zufahrt zu den Anliegern – auch über die K174 - und somit auch zu den dortigen Unternehmen wird durch eine Einbahnstraßenregelung gewährleistet. Die Umleitung ist ausgeschildert.

Die grundhafte Sanierung zwischen der Max-Planck-Straße und der Paul-Brass-Straße bündelt kosten- und zeitoptimiert sechs verschiedene Maßnahmen. Das bedeutet, dass neben dem Kanal die Wasser-, Beleuchtungs-, Strom- und Gasleitungen parallel erneuert werden. Hinzu kommen der Straßen- und Gehwegbau sowie der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen. Die bewährte Markierung für Radfahrer wird im Zuge der Maßnahme weitergeführt. Zudem entsteht an der Kreuzung Liebig-/Brass-Straße ein provisorischer Kreisverkehr, der den Verkehr flüssiger und sicherer leiten soll.

Die Kreisstadt Dietzenbach koordiniert die Gewerke von insgesamt sechs einzelnen Baubeteiligten. Die Sanierung hat einen Umfang von etwa vier Millionen Euro. Der kostenmäßig größte Anteil entfällt mit gut zwei Millionen Euro auf die Stadtwerke Dietzenbach, Abt. Abwasserentsorgung. Die Anlieger wurden persönlich und schriftlich informiert.

Warum muss die Straße saniert werden?

Die Straße ist seit vielen Jahren baulich gesehen überfällig. Durch Gutachten wurde die Straße gemäß eines Bewertungsverfahrens (EMI) eingestuft. Die Bewertung ergab eine Note von 4.9 auf einer Skala von 1-5. Bereits im Jahr 2009 wurde die grundhafte Sanierung geplant und diese schließlich auch durch die Politik befürwortet. Diese wurde aufgrund der Finanzen jährlich verschoben. Der zeitliche Hauptteil der Baumaßnahme liegt bei der Kanalerneuerung.

Warum wurde nicht direkt im Jahr 2017/2018 weitergearbeitet?

Aufgrund der umfangreichen Sanierung der Kreuzung Offenbacher Straße / Vélizystraße wurde die Sanierung aus verkehrstechnischen Aspekten verschoben.

Warum muss der Kanal erneuert werden?

Da nahezu in jeder städtischen Straße auch Kanäle zur Ableitung des im Stadtgebiet anfallenden Abwassers liegen, arbeiten die Stadt (als Baulastträger) und die Stadtwerke (als Kanaleigentümer und Kanalbetreiber) hinsichtlich notwendiger Straßensanierungsplanungen eng zusammen. Sobald seitens der Stadt die Entscheidung zur Sanierung eines Straßenabschnitts gefallen ist, beginnt die Prüfung seitens der Stadtwerke Dietzenbach, ob es sinnvoll wäre, auch den Kanal in diesem Abschnitt in offener Bauweise zu erneuern.

Der bestehende Mischwasserkanal im betroffenen Abschnitt hat zum einen mit ca. 60- 65 Jahren seine geplante Nutzungsdauer erreicht. Zum anderen ergab die Prüfung der baulichen Substanz, dass Sanierungsmaßnahmen notwendig sind. Nach Vorgaben der Oberen Wasserbehörde (Regierungspräsidium) ist aus Gewässerschutzgründen die Schaffung von zusätzlichem Kanalstauraum vorgeschrieben, um die Einleitung von Mischwasser in den Gehrengraben und damit in die Bieber zu reduzieren. Dies erfolgt über den Einbau eines Kanalrohres mit einem Durchmesser von 2,4 Meter. Damit entsteht der größte Kanal der Kreisstadt. Die gestiegene Verkehrsbelastung ist ein weiterer Grund, für die Sanierung.

Warum dauert der Kanalbau so lange?

Der Bau eines Kanals in dieser Größenordnung ist sehr komplex und bedarf zentimetergenauer, laserunterstützende Präzision. Im Idealfall (ohne schwierige Untergrundverhältnisse und Grundwasserandrang) können pro Tag etwa drei Meter Kanal verlegt werden. Erschwerend kommt die Herstellung der Schächte alle 50m sowie die Anbindung der vielen seitlichen Anschlüsse der angrenzenden Grundstücke hinzu.

Was ist das Besondere am Kanalbau?

Die Arbeitsschritte kurz skizziert: 1. Es wird ein über vier Meter tiefes Loch gegraben. Dieses muss 2. mit einem „Stützbau“ (Verbau) gegen Einsturz gesichert werden. Im 3. Schritt wird der Untergrund vorbereitet. Anschließend muss der Kanal, der einen Durchmesser von ca. 2.400 mm und pro Kanalrohr eine Länge von 3,0 Metern hat, eingepasst werden. Hierbei wird durch Lasertechnik dieser zentimetergenau in Flucht und Höhe ausgerichtet. Im 5. Arbeitsschritt wird das Kanalrohr in speziellen Flüssigboden (ähnlich Beton) eingebettet, so dass es sich im Idealfall trotz der Verkehrslasten etc. nicht mehr verschieben kann. Es folgt im 6. Schritt die Verfüllung und die Verdichtung des Grabens. Pro Tag ist demnach eine Arbeitsleitung von ein bis maximal zwei Kanalstück, also drei bis sechs Meter, möglich.

Eine schnellere Baugeschwindigkeit ist logistisch nicht realisierbar, da das höhere Aufkommen an Baustellenfahrzeugen, Baustellenverkehr und sonstiger Baustellenlogistik ein Zufahren von Fremdautos unmöglich machen würde. Eine Vollsperrung ohne Zufahrtsmöglichkeit für das anliegende Gewerbe wäre die Folge.

Wieso sieht man selten Bauarbeiter?

Dies liegt daran, dass sich die meisten Bauarbeiter ca. vier Meter unterhalb der Straße befinden und am Kanal arbeiten.

Wurde das durch die Baustelle erhöhte Verkehrsaufkommen analysiert?

Im Rahmen der Bauarbeiten wurde durch ein Ingenieurbüro ein Verkehrsleitplan erstellt. Dieser beinhaltete auch die Verkehrsführung und Umleitungsplanungen. Hierbei konnte bei den Bauabschnitten zwei und drei – im Gegensatz zum ersten Bauabschnitt - auf eine Vollsperrung der Straße verzichtet werden. Eine Einbahnstraßenregelung von der K 174 stadteinwärts sowie eine Umleitung über die Paul-Brass-straße, Robert-Koch-Straße und Max-Planck-Straße stadtauswärts machen es möglich.

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