Östliches Spessartviertel - das "Arrival-City"-Quartier

Quartiere wie das „Östliche Spessartviertel“ bezeichnet die Sozialwissenschaft als „Arrival-Cities“ mit den Merkmalen eines Transitraumes, gekennzeichnet durch "Kommen - Orientieren - Gehen". Mit der Stadtteilsanierung (1999-2011) haben viele Familien hier ein dauerhaftes Zuhause gefunden, dennoch ist die Fluktuation immer noch hoch.

Durch das Stadtteilzentrum „Bildungshaus“ mit seinen Bildungs- und Beratungsangeboten sowie der Vielzahl an Treffpunktmöglichkeiten hat der Stadtteil nachhaltig an Attraktivität gewonnen. Kontakte zum Netzwerk der eigenen Community erleichtern den Integrationsprozess von Neuzugewanderten. Orte für Begegnungen liefern einen weiteren Anreiz zum Bleiben und sich zu verorten.

Das „Östliche Spessartviertel“ ist ein bemerkenswert junger Stadtteil. Von den 3.200 Bewohnern:innen der fünf Hochhäuser ist rund die Hälfte unter 25 Jahre alt. Die überdurchschnittliche sozioökonomische Benachteiligung manifestiert sich mit weitreichenden Auswirkungen auf die Bildungsaneignung und kulturelle Teilhabe. Die Wohnverhältnisse sind häufig von Enge geprägt. Für die jungen Menschen aus diesen Familien gilt es, den Kreislauf von Benachteiligung zu durchbrechen und ihren Lebenswegen Zukunftsperspektiven zu geben.