1933 - 1945 - Ende des Nazi-Regimes und demokratischer Neubeginn
(dargestellt durch eine spiralförmig aufsteigende Klinkermauer; dazwischen Ziegelgrus und fein zerriebener Bauschutt; gekrönt von einer Sitzbank aus geschliffenem Kunststein in Nierentisch-Form)
Unter der Herrschaft der Nazis wurde die zwanzigköpfige jüdische Gemeinde Dietzenbachs vertrieben und teilweise umgebracht, mehrere Dietzenbacher fielen der politischen Verfolgung und der sogenannten ”Euthanasie” zum Opfer. Der Zweite Weltkrieg forderte insgesamt 249 Menschenleben von der Dietzenbacher Bevölkerung.
Nach dem Zusammenbruch 1945 mußte die Gemeinde mehr als 750 Flüchtlinge und Vertriebene aufnehmen. Die dadurch verursachte große Wohnungsnot drängte die Gemeinde zu einer regen Bautätigkeit: 1946 bis 1948 entstand die Siedlung ”Am Hinterwald”, 1950 wurde mit der Siedlung an der Spessartstraße in Steinberg begonnen, 1952/53 wurde eine ”Nebenerwerbssiedlung” rechts der Frankfurter Straße errichtet.