Wie ist die Ausgangslage in Dietzenbach?

Im Jahr 2020 wurden noch mehr als 58 Prozent des Wärmebedarfes in Dietzenbach aus den fossilen Energieträgern Öl und Erdgas gedeckt. Mit 9% Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien liegen wir unter dem Bundesdurchschnitt – dafür haben wir in Dietzenbach den Vorteil, bereits über ein Fernwärmenetz zu verfügen, das ebenfalls auf nachhaltige Wärmequellen umgestellt wird.

Auf die Wärmeversorgung der Stadt entfielen im Jahr 2020 rund 63% des Endenergieverbrauchs. Es lohnt sich also, an diesem großen Thema zu arbeiten, damit die Kreisstadt Dietzenbach ihre Klimaziele und die des Bundes erreichen kann. Die Wärmeversorgung mit regenerativen Energien wird hierbei eine entscheidende Rolle spielen, wie beispielsweise Solarthermie, Erdwärme oder Wärme aus Luft, Wasser und industrieller Abwärme. Auch der Ausbau des Fernwärmenetzes oder von Nahwärmenetzen wird ein zentraler Baustein sein.

Wie die Grafik zeigt, verbrauchen die privaten Haushalte in Dietzenbach, im Vergleich zu anderen Sektoren, die meiste Energie . Damit kommt den privaten Haushalten auch bei der Wärmewende eine große Bedeutung zu. Am wichtigsten wird es sein, den Wärmebedarf durch bessere Isolation der Gebäude zu senken – am besten ist die Energie, die gar nicht erst verbraucht wird. Der zweite Schritt ist die Frage nach der „Heizmethode“ – welche Heizung und welche Wärmequelle ist die wirtschaftlich und technisch sinnvollste? Darauf soll der Wärmeplan eine Antwort geben.

Dietzenbach will bis 2045 klimaneutral werden. Dafür ist eine nachhaltige Wärmeversorgung von zentraler Bedeutung. Die kommunale Wärmeplanung der Kreisstadt Dietzenbach dient als Kompass für diesen Weg.