Was bisher gemacht wurde:

Seit 2015 gibt es in Dietzenbach einen Arbeitskreis Radverkehr, der sich im Jahr 2022 zum Arbeitskreis Nahmobilität umbenannte. Projektleiterin Inga Windolf erklärt: „Die Attraktivierung des Rad- und des Fußverkehrs in Dietzenbach ist wichtig, damit kurze innerstädtische Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden anstatt mit dem PKW. Voraussetzung hierfür sind sichere Rad- und Fußwege. Abgesehen von den Vorteilen für die Umwelt und das Klima, machen Fuß- und Radverkehr eine Stadt lebenswerter, erlebbarer, näher, urbaner.“

Das Radverkehrskonzept aus dem Jahr 2004 deckt aus vielerlei Gründen die Bedarfe und Anforderungen an die Mobilität von Morgen nicht mehr ab und bedarf eines Updates. Um dies gesamtstädtisch zu denken und auszuarbeiten, wurde das Planungsbüro „Cooperative Infrastruktur und Umwelt“ (CIU) aus Darmstadt beauftragt, ein stadtweites Nahmobilitätskonzept zu erstellen.

Mit dem E-Bike zur Arbeit, mit dem Fahrrad zum Einkaufen oder auf zwei Rädern zum Musikunterricht: Radfahren wird in Dietzenbach immer beliebter, auch im Alltag. Um die Menschen auch auf dem Zweirad noch mobiler zu machen, werden derzeit ganz konkrete Maßnahmen entwickelt, die das Radfahren nicht nur attraktiver, sondern auch sicherer machen.  Dabei ist die derzeit in Umsetzung befindliche radverkehrsfreundliche Umgestaltung der L3001 nur der Auftakt.

Für das Nahmobilitätskonzept werden die Strecken eines ersten Netzentwurfs abgefahren und digital erfasst, um anschließend analysieren zu können, in welchen Bereichen sie ausgebessert, weiterentwickelt oder ganz neue Verbindungen geschaffen werden müssen. Dabei sind die Beschaffenheit der Wege genauso wichtig wie die Anbindungen der Stadtgebiete an die Ziele des Alltagsradverkehrs. Um zum Umstieg vom Auto aufs Rad zu motivieren, hat die Kreisstadt daher vor allem die alltäglichen Wege im Blick – zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen. Die Mobilität in Alltag und Freizeit steht im Fokus.

Bisher wurden viele Daten aus Unfallstatistiken, Erhebungen zu den Ein- und Auspendlern, vorhandene Routen aber auch die Entwicklungen der aktuellen Rad- und Fußverkehrsplanungen analysiert. Auch beliebte Quell- und Zielverbindungen wurden betrachtet. Zudem gab es Stadterkundungen per Fuß und Rad mit Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, der Politik, des ADFC und des Planungsbüros, um die Situation direkt vor Ort zu erfassen und zu besprechen.