Wie ist es entstanden?
Der Prozess in den Jahren 2011/2012...
Die Kreisstadt Dietzenbach hat erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Integration voranzubringen, ein besseres Zusammenleben der verschiedenen Religionen und Kulturen zu ermöglichen sowie Dietzenbachs Weltoffenheit stärker zur Geltung zu bringen. Der damalige Erster Stadtrat Dietmar Kolmer legte 2011 den Grundstein für die Ausarbeitung des Konzepts. Die Integrationsbeauftrage Sonja Hoffmann nahm sich dieser Aufgabe an. Wissenschaftlich begleitet wurde die Arbeit daran vom „europäischen forum für migrationsstudien“ (efms) der Universität Bamberg unter Leitung von Prof. Dr. Friedrich Heckmann.
...mit der Auftaktveranstaltung im Bürgerhaus...
Das Integrationskonzept sollte ein Produkt und Abbild der Verschiedenartigkeit Dietzenbachs sein. Es sollte nicht von oben vorgegeben werden. So stand die Teilnahme an der Ausarbeitung allen Dietzenbacher/innen offen. Am 4. Februar 2011 fand die Auftaktveranstaltung im Bürgerhaus statt, zu der alle Dietzenbacher/innen eingeladen waren. Hier wurde das genaue Vorgehen vorgestellt und die AGs wurden gebildet. Die damals vier AGs bestanden neben interessierten Einwohner/innen Dietzenbachs aus ganz verschiedenen anderen Akteuren und Institutionen, dazu gehörten unter anderem Vertreter/innen der Schulen, Kitas, Stadtpolitik, Vereinen sowie der Stadtverwaltung. Ihre Aufgabe war es, integrationsfördernde Ziele und Maßnahmen zu formulieren, die dann im Integrationskonzept aufgenommen werden.
... über die Arbeit in den AGs und der politischen Legitimierung...
Nach insgesamt sechs Treffen der jeweiligen AGs sowie der begleitenden Arbeit der Integrationsbeauftragten und des efms lag ein ausgereifter und umfassender Text vor. In der Integrationskonferenz am 29. Oktober 2011 wurde dieser der Öffentlichkeit vorgestellt. Ergänzungen konnten hier eingereicht werden, bevor der Entwurf Eingang in die politischen Gremien Dietzenbachs fand und dort debattiert wurde. Am 27. April 2012 wurde das Integrationskonzept schließlich von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet. Durch die Einbeziehung der Dietzenbacher Bevölkerung und die politische Beschlussfassung hat das Konzept nicht nur eine hohe Legitimation, sondern kann auch als gemeinsames Werk der Stadtgesellschaft angesehen werden.
...bis hin zur Fortschreibung
Nach vier Jahren der Umsetzung des Konzepts wurde Ende 2016 eine Weiterentwicklung des Integrationskonzepts angestoßen. Als erster Schritt hierfür wurden im Rahmen einer stadtweiten, größtenteils qualitativen Umfrage aktuelle Themen, Sorgen, Ängste und Probleme der Dietzenbacher Bevölkerung zu den Themenbereichen Integration und Zusammenleben in Dietzenbach erhoben. In der Integrationskonferenz am 7. Oktober 2016 wurde die Öffentlichkeit weiter auf die Umfrage aufmerksam gemacht sowie zur Mitarbeit in den AGs aufgerufen.
Die angesprochenen Themen der Befragten und die aus der Umfrage resultierenden Ergebnisse dienten als Orientierung für die Fortschreibung und flossen somit in die Fortschreibung des Konzepts mit ein. In jeweils einer Sitzung haben sich die unterschiedlichen AGs mit den Umfrageergebnissen beschäftigt und sich über mögliche Änderungen im Konzept beraten. Die daraus entstandenen neuen Zielübersichten lösten die alten Zielformulierungen ab. Am Wesen des Integrationskonzepts wurde dennoch nichts verändert. Lediglich einige wenige Formulierungen in den Zielen wurden überarbeitet.