Gemeinsam für eine saubere Grünfläche
Städtische Betriebe und Stadtwerke sammeln 2.800 Liter Abfall am „Innenohr“ im Spessartviertel
Früh am Morgen des 19. August wurde im sogenannten „Innenohr“ am Brückwiesenweg kräftig angepackt: Insgesamt 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Betriebe und der Stadtwerke Dietzenbach waren ab 7:00 Uhr gemeinsam im Einsatz, um die große Grünfläche gründlich zu reinigen. Mit fünf Fahrzeugen – darunter eine Kehrmaschine und zwei Pritschenfahrzeuge – wurde gesammelt, gekehrt und aufgeräumt. Insgesamt kamen dabei rund 2.800 Liter Abfall zusammen.
Kleine Abfälle, große Herausforderung
Das „Innenohr“ ist ein beliebter Treffpunkt im Spessartviertel. Kinder, Jugendliche und Familien nutzen die große Grünfläche zum Spielen, Treffen und Verweilen. Umso wichtiger ist es, dass der Bereich sauber und attraktiv bleibt.
Für die Entsorgung stehen auf der Fläche fünf Abfalleimer zur Verfügung. Zusätzlich befinden sich Depotcontainer in unmittelbarer Nähe. Trotzdem landet immer wieder eine große Menge Abfall direkt auf der Wiese.
Neben Getränkekisten, Glasflaschen und Scherben erschweren vor allem kleine Abfälle die vermeidbaren Aufräumarbeiten. „Eine Zigarettenkippe ist schnell auf die Wiese geworfen, muss von unseren Mitarbeitern aber einzeln per Hand aufgesammelt werden, da sie von der Kehrmaschine nicht erfasst werden kann“, erklärt Stefan Rogge, Bereichsleiter Grünflächen bei den Städtischen Betrieben. Dabei geht es längst nicht nur um die Optik: Achtlos entsorgte Zigarettenreste und Glasscherben stellen insbesondere im Sommer ein akutes Brandrisiko dar. Trockene Rasenflächen können sich durch glimmende Kippen oder den Brennglaseffekt von Scherben extrem schnell entzünden.
Regelmäßige Pflege für eine wichtige Grünfläche
Die Städtischen Betriebe sind regelmäßig im Innenohr im Einsatz. Die Grünfläche wird grundsätzlich wöchentlich gereinigt und vom Abfall befreit. Wo es möglich ist, kommt die Kehrmaschine zum Zug. Je nach Bedarf sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch zwei- bis dreimal pro Woche vor Ort.
Die intensive Pflege ist auch für die Zukunft wichtig: Als letzte große, zentrale Grünfläche der Kreisstadt bietet der Bereich hohes Potenzial für Maßnahmen zur Klimaanpassung. Langfristig soll hier ein kühler, schattiger Rückzugsort entstehen – auch für Anwohner aus angrenzenden Quartieren wie der Altstadt.
Guido Schick, Betriebsleiter der Städtischen Betriebe Dietzenbach, war am Mittwochmorgen selbst vor Ort und packte mit an. Für ihn ist klar: „Das Innenohr ist eine wertvolle Grünfläche mitten im Stadtgebiet und wird von vielen Menschen genutzt. Wir investieren viel Zeit und Arbeit in die Pflege. Unser Ziel, die Grünfläche zu erhalten, bleibt durch die fortlaufend achtlose Vermüllung des Innenohrs eine große Herausforderung. Damit die Fläche dauerhaft als Grünfläche attraktiv bleibt, brauchen wir dringend die Unterstützung der Menschen, die sie nutzen.“
Sauber halten funktioniert nur gemeinsam
Die gemeinsame Aktion von Stadtwerken und Städtischen Betrieben soll deshalb nicht nur für Ordnung sorgen, sondern auch daran erinnern, dass eine saubere Stadt eine gemeinsame Aufgabe ist. „Wir können reinigen, pflegen und uns um die Flächen kümmern. Aber wir können nicht hinter jedem einzelnen Besucher hergehen“, so Schick. „Wenn der Abfall dort entsorgt wird, wo er hingehört, helfen die Bürgerinnen und Bürger ganz konkret mit. Jeder genutzte Abfalleimer und jede richtig entsorgte Flasche, jeder Zigarettenstummel, der nicht auf dem Boden landet, macht einen Unterschied.“
„Nach dem Einsatz der Kolleginnen und Kollegen zeigt sich unser Innenohr wieder von seiner besten Seite. Damit das möglichst lange so bleibt, appelliere ich gemeinsam mit den Städtischen Betrieben und den Stadtwerken an alle Besucherinnen und Besucher, ihren Abfall mitzunehmen oder die vorhandenen Abfalleimer zu nutzen“, sagt Bürgermeister Dr. Dieter Lang. Denn dort, wo Familien zusammenkommen, Kinder spielen und Menschen ihre Freizeit verbringen, soll die Grünfläche vor allem eines sein: ein sauberer und lebenswerter Ort für alle.