Städtisches Radverkehrskonzept
Planung & Umsetzung
In den vergangenen Jahren haben die mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege und Kilometer im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln überproportional stark zugenommen. Dies ist vor allem auf die zunehmende Anzahl an Fahrradfahrern - und nicht auf eine intensivere Nutzung der bereits Radfahrenden - zurückzuführen. Im bundesweiten Durchschnitt legen die Radfahrerinnen und Radfahrer 2,4 Wege pro Tag mit rund 9,3 Kilometern zurück.
Eine Investition in die Zukunft
Die Investition in Radwege hat vielfältige Vorteile: Sie erhöhen die Verkehrssicherheit, entlasten den Verkehr, sparen Platz und Kosten, fördern die Gesundheit, tragen zum Umweltschutz bei und stärken die lokale Wirtschaft.
Daher hat die Kreisstadt Dietzenbach Ende 2021 die Erstellung eines Nahmobilitätskonzeptes beauftragt. Darin sollen Möglichkeiten und Wege aufgezeigt werden, wie der Radverkehrsanteil unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit erhöht werden kann. Zudem war zu prüfen, wie sich der Fußverkehr auf besonders stark frequentierten Verbindungen stärken lässt.
Der Planungs- und Entscheidungsprozess
Intensive Abstimmung & Beteiligung
Die Ausarbeitung der entsprechenden Maßnahmen wurde durch einen intensiven Beteiligungs- und Abstimmungsprozess begleitet. Der Arbeitskreis Nahmobilität der Kreisstadt Dietzenbach, der sich aus Vertretern der Fraktionen, der Fachabteilungen der Verwaltung, des Seniorenbeirats, des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und der Polizei zusammensetzt, beriet in sieben Sitzungen über die Zwischenergebnisse.
Darüber hinaus fanden Besichtigungstouren mit dem Fahrrad statt sowie eine Stadterkundung, um die speziellen Belange des Fußverkehrs zu betrachten und zu erörtern.
Zusätzlich wurde die Öffentlichkeit über zwei Online-Befragungen in den Prozess aktiv eingebunden.
Das Ergebnis ist ein den Bedürfnissen der Radfahrer*innen entsprechendes Radverkehrsnetz sowie ein priorisierter Maßnahmenkatalog, der als kurz- und langfristige Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung dienen wird. Das Konzept enthält außerdem eine Handreichung für ausgewählte Verbindungen des Fußverkehrs.
Konkrete Maßnahmen sind beschlossen
Die Stadtverordneten der Kreisstadt Dietzenbach haben in Ihrer Sitzung am 03.05.2024 dem Nahmobilitätskonzept zugestimmt und erste Maßnahmen beschlossen, die jetzt von der Stadtverwaltung umgesetzt werden.
Auf dieser Seite finden Sie Auszüge aus dem Konzept und erfahren, woran gerade gearbeitet und und welche weiteren Planungen in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.
Das Radverkehrskonzept
Im Rahmen des Nahmobilitätskonzeptes hat sich das Planungsbüro auch die vorhandene Infrastruktur der städtischen Radwegeverbindungen sowie die dazugehörigen Einrichtungen (z.B. Fahrradabstellanlagen) angeschaut. In diesem Zusammenhang fand gleichzeitig eine Analyse der Mängel und Schwachstellen statt. Darauf basierend wurden dann konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um insbesondere die Situation an den Hauptrouten zu verbessern und diese für Radfahrer attraktiver zu machen.
Maßnahmenvorschläge
Sieben Steckbriefe für den Radverkehr
Die vorgeschlagenen Maßnahmen wurden in sieben Steckbriefe unterteilt. In allen Steckbriefen gibt es wiederum Unterteilungen nach einzelnen Streckenabschnitten.
Und los geht's
Die Dietzenbacher Stadtverordneten haben beschlossen, dass mit der Umsetzung des Steckbriefs V1 - also dem S-Bahn begleitenden Radweg - begonnen werden soll.
Mit der Fertigstellung der drei Streckenabschnitte (V1.4-V1.6) ist bis Ende 2026 zu rechnen.
Schritt für Schritt geht's weiter
Die nachfolgenden Steckbriefe werden nach und nach - je nach Verfügbarkeit der dafür erforderlichen Finanzmittel - realisiert.