Kreisstadt erhält Förderung für »Dietzenbach SmartReuse 2026«
Land Hessen unterstützt den Ausbau digitaler Infrastruktur für eine nachhaltige und intelligente Stadtentwicklung mit rund 395.000 Euro
Die Kreisstadt Dietzenbach erhält im Rahmen der Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm „Starke Heimat Hessen“ Fördermittel für das Projekt „Dietzenbach SmartReuse 2026“. Mit dem Vorhaben baut die Kreisstadt ihre bestehende Smart-City-Infrastruktur gezielt weiter aus und schafft die Voraussetzungen, bewährte digitale Lösungen dauerhaft und zukunftssicher zu betreiben.
Die Förderzusage über einen Betrag von 395.324 Euro wurde am 15. Juli 2026 durch den Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation, Dr. Nicolas Sölter, übergeben.
„Dietzenbach zeigt, wie eine konsequente Entwicklung zur Smart City im Netzwerk mit anderen Kommunen Schritt für Schritt zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger gelingen kann. Intelligente Stadtplanung und der Betrieb einer Stadt können heute mit digitaler Unterstützung deutlich einfacher erfolgen. Die digitale Unterstützung ermöglicht neue Erkenntnisse, bessere Steuerungsmöglichkeiten und genauere Reaktionen. Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, die Kommunen in Hessen auf ihrem Weg der Digitalisierung zu unterstützen“, sagt der Staatssekretär. „Genau für die Nachnutzung bereits erfolgreicher datenplattformbasierter Use Cases, wie Dietzenbach sie plant, haben wir die zweite Förderlinie in unser Förderprogramm aufgenommen.“
Die Kreisstadt Dietzenbach bedankt sich herzlich beim Land Hessen sowie insbesondere bei Dr. Nicolas Sölter für die Unterstützung und die Übergabe des Förderbescheides: „Die Förderung ermöglicht es uns, die in den vergangenen Jahren aufgebaute Smart-City-Infrastruktur konsequent weiterzuentwickeln. Damit schaffen wir eine wichtige Grundlage für mehr Nachhaltigkeit, Effizienz und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt und sparen Stromkosten“, erklärt Bürgermeister Dr. Dieter Lang.
Weiterentwicklungen für die Zukunft
Das Projekt knüpft unmittelbar an die bereits bestehende offene urbane Datenplattform und die im Rahmen früherer Smart-City-Projekte geschaffenen digitalen Strukturen an. Im Mittelpunkt stehen dabei die Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur, die Sicherstellung eines stabilen Betriebs sowie die Nachnutzung bewährter digitaler Lösungen.
Ein zentraler Baustein ist die Einführung eines kommunalen Energie-Monitorings. Durch die digitale Erfassung von Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmeverbräuchen in städtischen Liegenschaften werden Energie- und Ressourcenflüsse transparenter, Einsparpotenziale sichtbar und eine datenbasierte Steuerung kommunaler Gebäude ermöglicht. Dadurch können Klimaschutz und Ressourceneffizienz nachhaltig gestärkt werden.
Darüber hinaus wird die bestehende LoRaWAN-Funkinfrastruktur bei Bedarf weiter ausgebaut und durch Fernwartungslösungen für technische Anlagen und Verteilerkästen ergänzt. Dies erhöht die Betriebssicherheit, vereinfacht Wartungsprozesse und reduziert den Aufwand für Vor-Ort-Einsätze.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Einführung eines Systems zur Wintergefahrenerkennung. Mithilfe digitaler Sensorik können kritische Straßenverhältnisse frühzeitig erkannt und Winterdienste gezielt eingesetzt werden. Dadurch werden Verkehrssicherheit und Ressourceneinsatz gleichermaßen verbessert.
Wissen und Erfahrungen teilen
Neben der technischen Umsetzung legt Dietzenbach großen Wert auf den Wissenstransfer mit anderen Kommunen. Die im Projekt gewonnenen Erfahrungen sollen dokumentiert, aufbereitet und über verschiedene Transferformate hessenweit zur Verfügung gestellt werden. Damit leistet die Kreisstadt einen aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung der digitalen und vernetzten Kommunen in Hessen.
Die Projektlaufzeit erstreckt sich von Oktober 2026 bis September 2028. Mit „Dietzenbach SmartReuse 2026“ setzt die Kreisstadt ihren strategischen Weg hin zu einer modernen, digitalen und nachhaltigen Stadt konsequent fort und baut auf den bereits erfolgreich etablierten Smart-City-Strukturen auf.
Die Gesamtkosten des Projekts „Smart City“ in Dietzenbach – zusammengenommen für die komplette Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung sowie die Erweiterung der Sensorik – belaufen sich auf 2,85 Millionen Euro. Von diesen werden über Land („Starke Heimat Hessen“) und Bund („Kommunalrichtlinie Bundesministerium für Wirtschaft und Energie“) insgesamt 1.295.080 Euro gefördert – dies entspricht einer Förderung für die Kreisstadt von 45 Prozent.
Hier finden Sie die zugehörige Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation (Medienraum | Hessen Digitales).