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Hier finden Sie das, was Dietzenbach bewegt und interessiert. Lesen Sie wissenswerte Informationen aus dem Rathaus, spannende Geschichten von Menschen und aktuelle News aus der Kreisstadt.

In der nachfolgenden Aufstellung finden Sie die Pressemitteilungen der letzten Monate in chronologischer Reihenfolge.

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Modellprojekt in Dietzenbach erfolgreich abgeschlossen

Zusammenspiel von kommunalen Erfahrungen mit Wissenschaft und Technologie zur Verbesserung der pflegerischen Versorgung

Die Seniorenarbeit der Kreisstadt Dietzenbach hat ihre Beteiligung an einem bundesgeförderten Modellprojekt zur sektorenübergreifenden und integrativen Versorgung erfolgreich abgeschlossen.

Gestartet war die Pilotphase des Projekts zu Verbesserung der pflegerischen Versorgung in Dietzenbach im Juli 2025: Mit dem „Helferportal“ wurde eine digitale Plattform umgesetzt, die alle an der Versorgung beteiligten Akteure in der Kreisstadt miteinander und sektorenübergreifend vernetzt. Das Angebot richtete sich an Hilfesuchende, pflegende Angehörige, ehrenamtlich Engagierte, professionelle Gesundheits- und Pflegedienstleister sowie kommunale Beratungs- und Koordinationsstellen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der besseren Koordination von Hilfsangeboten und der Stärkung des ehrenamtlichen Engagements. Die im Projekt entstandenen digitalen Werkzeuge im „Helferportal“ sollten die Unterstützungsanfragen erleichtern, die strukturiert erfasst und vermittelt werden konnten. Gleichzeitig schufen sie die Grundlage für eine effizientere Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten.

Die im Pilotprojekt gewonnenen Erkenntnisse werden auch künftig in die tägliche Arbeit der städtischen Seniorenarbeit einfließen: „Die App nutzen wir weiterhin zur Koordination unseres ehrenamtlichen Helferkreises. Lediglich die Anbindung der Gesundheitsdienstleister endet nun mit dem Auslaufen der Projektlaufzeit“, berichtet Kirsten Wolf, Sachgebietsleiterin der städtischen Seniorenarbeit.

Modellprojekt vernetzt Wissenschaft und Praxis

Gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz und der Helferportal GmbH & Co. KG wurde im zeitlich begrenzten Modellprojekt ein innovativer Ansatz entwickelt, um die Zusammenarbeit aller an der Versorgung beteiligten Akteure zu verbessern. Zudem sollten Unterstützungsangebote für Menschen mit Hilfe- oder Pflegebedarf einfacher, transparenter und bedarfsgerechter zugänglich gemacht werden.

Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Modellprojekt verfolgte das Ziel, Bürgerinnen und Bürger, ehrenamtlich Engagierte, soziale Dienste sowie weitere Versorgungsakteure digital miteinander zu vernetzen und die Zusammenarbeit im Sozialraum nachhaltig zu stärken. Die entwickelte Lösung – das „Helferportal“ – befand sich im Probebetrieb und konnte unter realen Bedingungen genutzt werden.

„Die Herausforderungen des demografischen Wandels, die Unterstützung älterer Menschen in ihrem vertrauten Lebensumfeld sowie die Stärkung lokaler Hilfs- und Versorgungsstrukturen gehören zu den zentralen Zukunftsaufgaben unserer Kommune“, sagt Dietzenbachs Erster Stadtrat und Sozialdezernent René Bacher. „Umso wichtiger war es für uns, gemeinsam mit Wissenschaft und Praxis neue Ansätze zu erproben und deren Potenziale für die kommunale Seniorenarbeit auszuloten. Viele der diskutierten Ansätze und Erfahrungen werden uns auch künftig bei der Gestaltung einer seniorenfreundlichen und lebenswerten Kommune begleiten.“ 

Digitale Vernetzung als Chance für die Seniorenarbeit von morgen

Das Team der städtischen Seniorenarbeit brachte seine langjährige Erfahrung aus Beratung, Netzwerkarbeit und kommunaler Praxis von Beginn an aktiv im Projekt und in die Entwicklung ein. Durch die enge Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Technologiedienstleister konnten die tatsächlichen Bedürfnisse älterer Menschen, pflegender Angehöriger und lokaler Unterstützungsstrukturen unmittelbar berücksichtigt werden.

Gleichzeitig hat das Projekt deutlich gemacht, dass die nachhaltige Nutzung digitaler Möglichkeiten auch entsprechende personelle und organisatorische Ressourcen für Koordination, Pflege und Weiterentwicklung erfordert. Dennoch konnte die Kreisstadt Dietzenbach mit ihrem intensiven Mitwirken und mit dem erfolgreichen Abschluss des Modellprojekts ihren Anspruch unterstreichen, die Herausforderungen des demografischen Wandels aktiv zu gestalten und innovative Wege für eine moderne, vernetzte und bürgernahe Versorgung zu entwickeln.

„Die Kreisstadt Dietzenbach hat mit ihrer Teilnahme einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines Modells geleistet, das auch über die Region hinaus Wirkung entfaltet und Impulse für die zukünftige Gestaltung sektorenübergreifender Versorgungsstrukturen gibt. Wir freuen uns sehr, dass die Seniorenarbeit die Ergebnisse des Projekts in ihre weitere Arbeit einfließen lassen wird. Für uns endet das Projekt nicht mit dem Förderzeitraum: Die gemeinsam entwickelten Funktionen und die im Praxiseinsatz gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung des Helferportals ein und stehen künftig auch anderen Kommunen zur Verfügung. Damit können Städte und Gemeinden auf einer bereits erfolgreich erprobten Lösung aufbauen und die Digitalisierung ihrer lokalen Hilfs- und Versorgungsstrukturen schneller voranbringen“, berichtet Thomas Oeben, Geschäftsführender Gesellschafter der Helferportal GmbH & Co. KG, im Namen der Projektpartner abschließend.