Kostenfreies Filmangebot für Seniorinnen und Senioren im Herbst
Europäisches Filmfestival der Generationen zeigt Filme im MAIN Kino D
Das Team der städtischen Seniorenarbeit nimmt gemeinsam mit der Leitstelle Älterwerden des Kreises Offenbach in diesem Jahr erneut teil am „Europäischen Filmfestival der Generationen“. Dabei werden Seniorinnen und Senioren, aber auch alle anderen Interessierten jeden Alters, herzlich eingeladen, gemeinsam im MAIN Kino D zwei besondere Filme zu erleben und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Am 15. Oktober 2026 wird um 15:00 Uhr der Film „Bon Voyage – bis hierher und noch weiter“ gezeigt, ein Generationen-Roadmovie über Lebenskrisen und Lebensfreuden. Am 30. November geht es in „Heldin“ über einen Tag in der Pflege und die Frage: Braucht es dort Heldinnen oder bessere Strukturen?
Beide Filme werden im MAIN Kino D im Capitol Dietzenbach gezeigt, der Eintritt ist jeweils frei. Die Filme sind empfohlen ab 14 Jahren.
Festival verbindet Generationen
Das Europäische Filmfestival der Generationen ist eine bundesweite Veranstaltungsreihe der Katholischen Hochschule Freiburg, die jährlich im Oktober und November stattfindet – in diesem Jahr zum bereits 17. Mal (1. Oktober bis 30. November 2026). Es sei ein sozial-kulturelles, nicht-kommerzielles Filmfest, das die Begegnung und den Dialog zwischen Bürgerinnen, Generationen und Kulturen fördern möchte. Dazu werden Filme zu den Themen Alter und demografischer Wandel, Inklusion und Migration, Kinder und Jugend, Klimawandel und gesellschaftlicher Zusammenhalt präsentiert. Die ausgewählten Filme eröffnen laut Veranstalter neue Perspektiven auf unterschiedliche Lebenswelten, regen zum Nachdenken an und zeigen die Vielfalt menschlicher Erfahrungen.
Die Festival-Filme in Dietzenbach
15. Oktober 2026, 15:00 Uhr: „Bon Voyage – bis hierher und noch weiter“
Die 80-jährige Marie aus Südfrankreich hat ihr Leben stets selbstbestimmt gestaltet – und daran ändert auch ihre schwere Krankheit nichts. Deshalb plant sie, in der Schweiz Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Ihr Pfleger Rudy weiß Bescheid, nicht aber ihre Familie. Um sie für die letzte gemeinsame Reise zu gewinnen, greift Marie zu einer Notlüge: Sie erzählt ihrem unzuverlässigen Sohn Bruno und ihrer pubertierenden Enkelin Anna von einem angeblichen Erbe in der Schweiz. Sie entstauben das alte Wohnmobil, und die vier machen sich auf den Weg. Es beginnt eine turbulente Reise mit familiären Spannungen und überraschenden Begebenheiten. Marie genießt die gemeinsame Zeit und auch Vater und Tochter kommen sich wieder näher. Doch irgendwann steht Marie vor der Entscheidung, ihnen die Wahrheit mitteilen zu müssen… Ein unterhaltsames Generationen-Roadmovie über Lebenskrisen und Lebensfreuden, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung – und über Gemeinschaft und Toleranz.
30. November 2026, 15:00 Uhr: „Heldin“
Pflegefachfrau Floria arbeitet mit großer Leidenschaft und Professionalität in der Chirurgie eines Schweizer Krankenhauses. Bei ihr sitzt jeder Handgriff, sie hat selbst in Stresssituationen immer ein offenes Ohr für ihre Patienten und Patientinnen und ist im Notfall sofort zur Stelle – idealerweise. Doch in der harten Realität ihres oft schwer kalkulierbaren Alltags sieht das meist anders aus. Als Floria an diesem Tag ihre Spätschicht antritt, fällt auf der voll belegten, unterbesetzten Station eine Kollegin aus. Trotz aller Hektik umsorgt Floria eine schwerkranke Mutter und einen alten Mann, der dringend auf seine Diagnose wartet, ebenso fürsorglich und routiniert wie den Privatpatienten mit all seinen Extrawünschen. Aber dann passiert ihr ein verhängnisvoller Fehler und die Schicht droht, völlig aus dem Ruder zu laufen… Ein eindringlicher Film über den sogenannten Pflegenotstand und ein Appell, dass man bessere Strukturen und Arbeitsbedingungen in der Pflege benötigt – anstelle von Heldinnen und Helden.