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Städtische Betriebe im Dauereinsatz: 300.000 Quadratmeter Grünflächen werden winterfest

Laubfall sorgt für Hochsaison bei der Grünflächenpflege

Bunte Blätter und goldene Herbstsonne: Die Jahreszeit zeigt sich aktuell von ihrer malerischen Seite. Für die Städtischen Betriebe Dietzenbach bedeutet der Blätterfall jedoch vor allem eines: Hochsaison. Von Oktober bis Ende Dezember sind die Kolleginnen und Kollegen im Dauereinsatz, um das Stadtgebiet winterfest zu machen.

Sommerhitze sorgt für verfrühten Blätterfall

In diesem Jahr hat die Laub-Saison außergewöhnlich früh begonnen. „Aufgrund des starken Sommers, der anhaltenden Hitzeperioden und der Trockenheit werfen viele Bäume ihre Blätter früher ab als gewohnt“, erklärt Stefan Rogge, Bereichsleiter Grünflächen. „Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus der Bäume, um die Verdunstung zu reduzieren und sich selbst vor dem Austrocknen zu schützen.“

Echte Handarbeit und Maschineneinsatz auf 300.000 Quadratmetern

Für die Grünflächenabteilung bedeutet das eine logistische Kraftanstrengung. Aufgeteilt in fünf Teams sorgen 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon früh morgens für gepflegte Parks und Wiesen. Bei einer städtischen Gesamtgrünfläche von rund 600.000 Quadratmetern ist das eine Mammutaufgabe – denn allein auf der Hälfte dieser Fläche (300.000 Quadratmetern) muss das Laub in den nächsten Wochen aktiv eingesammelt werden.

Dabei greift Handarbeit in moderne Logistik: Mit Laubbläsern tragen die Teams die Blättermassen auf den Flächen zusammen. Anschließend verladen sie das Laub händisch mit Besen und Schaufeln auf die Einsatzfahrzeuge. Bei besonders großem Baumbestand kommt maschinelle Unterstützung zum Einsatz. Das gesammelte Laub wird zum Bauhof transportiert, in Containern zwischengelagert und schließlich zur Verwertung in eine Kompostieranlage gebracht.

Winterschutz für Igel

Nicht jedes Blatt muss jedoch zwingend weichen. Auf bestimmten größeren Grünflächen – wie beispielsweise im Hessentagspark oder auf dem Geschichtspfad – darf das Laub bewusst liegen bleiben. „Laubhaufen bieten vielen Tieren einen überlebenswichtigen Schutzraum. So brauchen etwa Igel diese Rückzugsorte dringend für ihren Winterschlaf“, weiß Bereichsleiter Rogge. Voraussetzung dafür ist immer, dass von den Flächen keine Gefahr ausgeht.

Rennlauf gegen den ersten Frost

Der Zeitplan für die Aufräumarbeiten ist straff gesteckt. Stefan Rogge möchte die Hauptarbeiten mit seinem Team unbedingt vor den ersten Minusgraden erledigt haben. Sobald Frost und Nässe dazukommen, gefriert das feuchte Laub. Das erschwert die Arbeit der Teams extrem und verwandelt Geh- und Fahrbahnen schnell in gefährliche Rutschbahnen. Um Sturz- und Rutschunfälle im gesamten Stadtgebiet zu vermeiden, arbeitet die Grünflächenabteilung eng mit der Straßenreinigung zusammen. Während die Grünpflege die Parks sichert, ist die Straßenreinigung verstärkt auf den Plätzen, zuständigen Hauptstraßen und Überwegen im Einsatz.

Bürgerpflicht: Verantwortung vor der eigenen Haustür

Damit ganz Dietzenbach sicher durch die Herbstzeit kommt, sind die Städtischen Betriebe auch auf die Mithilfe der Anwohnerinnen und Anwohner angewiesen. Für die Reinigung der Gehwege gilt ein einfaches Prinzip: Verantwortlich ist immer die Person, vor deren Grundstück das Laub liegt – ganz egal, ob die Blätter vom Baum des Nachbarn oder von einem städtischen Baum geweht wurden.

Wichtiger Hinweis der Städtischen Betriebe: Das zusammengekehrte Gehweglaub darf nicht auf die Fahrbahn oder in den Straßenrinnsal gefegt werden. Dort verstopft es die Gullys, was bei Starkregen zu Überschwemmungen führen kann. Das Laub kann stattdessen über die eigene Biotonne, den Kompost oder den Wertstoffhof entsorgt werden.

„Wenn Stadt und Bürgerschaft an einem Strang ziehen, schaffen wir es gemeinsam, dass Dietzenbach laubfrei, sicher und schön durch den Herbst kommt“, fasst Stefan Rogge zusammen.