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Bodenschutzkonzept für Dietzenbach

Boden als wertvolle Ressource und Grundlage für nachhaltige Stadtentwicklung

Die Kreisstadt Dietzenbach verfügt nun über ein kommunales Bodenschutzkonzept: Mit dem vorliegenden Konzept schafft die Stadt eine Orientierungsgrundlage, um die Ressource Boden künftig systematisch zu schützen und ihre vielfältigen Funktionen stärker in allen Planungs- und Entscheidungsprozessen zu berücksichtigen.

Boden besitzt wertvolle Funktionen

Boden gilt als unverzichtbare Lebensgrundlage: Er speichert Wasser und Kohlenstoff, filtert Schadstoffe, trägt zum Hochwasserschutz bei, kühlt das Stadtklima in Hitzeperioden und bietet Lebensraum für eine enorme biologische Vielfalt. Gleichzeitig ist Boden eine endliche Ressource. Seine Entstehung dauert Jahrtausende, während Schäden oft in kurzer Zeit entstehen und nur schwer oder gar nicht vollständig zu beheben sind.

Vor diesem Hintergrund gewinnt der kommunale Bodenschutz angesichts des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Städte und Gemeinden tragen insbesondere in der Bauleitplanung, bei Erschließungsmaßnahmen und in der Grünflächenpflege eine besondere Verantwortung.

Bodenschutzkonzept als Vorlage und zur Orientierung

Hier setzt das Dietzenbacher Bodenschutzkonzept an: Es zeigt konkrete Wege auf, Eingriffe gezielt zu lenken, Bodenverdichtungen zu minimieren und zu vermeiden, Funktionen zu erhalten und geschädigte Flächen zu verbessern. Hier spielt insbesondere die Entsiegelung als Maßnahme eine zentrale Rolle.

Im März 2026 hat die Dietzenbacher Stadtverordnetenversammlung das kommunale Bodenschutzkonzept für die Kreisstadt zur Kenntnis genommen, das unter der Beteiligung von Verwaltung, Stadtgesellschaft und Politik erarbeitet wurde. Es enthält keine unmittelbare Verpflichtung zur Umsetzung einzelner Maßnahmen, sondern dient als unverbindliche Orientierungsgrundlage für zukünftige Planungen und Maßnahmen.

Fokus schärfen: Nachhaltiger Umgang mit dem Boden

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Boden als wertvolle, aber begrenzte Ressource für kommende Generationen bewahren. Das Bodenschutzkonzept hilft uns, Boden von Anfang an mitzudenken und nachhaltiger zu handeln“, betont Dietzenbachs Bürgermeister Dr. Dieter Lang.

„Das Konzept soll zudem Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit stärker für die Bedeutung des Bodens sensibilisieren und den nachhaltigen Umgang fest im kommunalen Handeln verankern“, ergänzen die Projektverantwortlichen der Stadtverwaltung, Carmen Hauser und Dr. Tanja Langhans.

Dietzenbach nimmt damit auch landesweit eine Vorreiterrolle ein: Die Kreisstadt ist die dritte Kommune in Hessen, deren Bodenschutzkonzept im Rahmen des Klimaplans aus Landesmitteln gefördert wurde. „Ich danke dem Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat für die finanzielle Unterstützung und die konstruktive Zusammenarbeit“, so Bürgermeister Lang stellvertretend für die Beteiligten der Stadtverwaltung. „Mit dem vorliegenden Bodenschutzkonzept setzt Dietzenbach ein Signal für eine zukunftsorientierte, ressourcenschonende Stadtentwicklung.“

Informationen online und gedruckt

Das Bodenschutzkonzept liegt als Broschüre in Kurzfassung im Rathaus zum Mitnehmen aus. Die Vollversion als auch die Kurzfassung sind im „Medien-Center“ unter www.dietzenbach.de/klima als PDF und Download verfügbar